Portugal-Aus: So geht es für Ronaldo weiter
Nach dem bitteren WM-Aus Portugals gegen Spanien hat sich Cristiano Ronaldo erstmals öffentlich geäußert. Der 41-Jährige zeigte sich zwar enttäuscht über das Ausscheiden im Achtelfinale, machte aber deutlich, dass er mit seiner eigenen Leistung und seinem Einsatz im Reinen ist.
Gleichzeitig ließ der Rekordtorschütze offen, ob seine Karriere im portugiesischen Nationalteam bereits beendet ist. Eine Entscheidung wolle er nicht überstürzt treffen.
Ronaldo zeigt sich enttäuscht
Unmittelbar nach dem Schlusspfiff sprach Ronaldo in der Mixed Zone über das frühe WM-Aus. Der Superstar machte keinen Hehl daraus, dass ihn das Scheitern schmerzt, betonte aber gleichzeitig, alles für sein Land gegeben zu haben.
"Ich werde morgen in derselben Stimmung wie heute aufwachen. Mit gutem Gewissen, weil ich immer mein Bestes gebe", erklärte Ronaldo. Er gehe trotz der Niederlage mit einem guten Gefühl nach Hause, weil er sich nichts vorwerfen könne.
Die verpasste Chance auf den WM-Titel sei zwar schmerzhaft, dennoch wolle er sich davon nicht seine gesamte Karriere schlechtreden lassen.
CR7 verweist auf seine Erfolge
Ronaldo erinnerte nach dem Ausscheiden an die größten Erfolge seiner außergewöhnlichen Laufbahn mit Portugal. Besonders stolz zeigte er sich auf die drei Titel, die er mit der Nationalmannschaft gewinnen konnte.
"Ich habe mit Portugal drei Titel gewonnen. Vor Cristiano hat Portugal keinen einzigen Titel gewonnen", sagte der Kapitän selbstbewusst.
Einen besonderen Stellenwert nimmt für ihn dabei der Triumph bei der Europameisterschaft 2016 ein. Ronaldo bezeichnete diesen Erfolg sogar als gleichwertig mit einem Weltmeistertitel und unterstrich damit die Bedeutung dieses historischen Moments für den portugiesischen Fußball.
Nationalteam-Zukunft bleibt offen
Ob Ronaldo auch nach der Weltmeisterschaft weiterhin das Trikot Portugals tragen wird, wollte der 41-Jährige noch nicht beantworten. Er kündigte an, sich Zeit für seine Entscheidung zu nehmen.
"Ich werde keine voreiligen Entscheidungen treffen", erklärte Ronaldo. Zunächst wolle er die Enttäuschung über das Ausscheiden verarbeiten und anschließend über seine Zukunft nachdenken.
Zwar gilt die WM 2026 als seine letzte Weltmeisterschaft, ein sofortiges Karriereende im Nationalteam ist aber keineswegs beschlossen. Medienberichten zufolge wäre ein Verbleib bis zur Europameisterschaft 2028 durchaus denkbar. Dort wäre Ronaldo bereits 43 Jahre alt.
Sollte sich der Superstar für eine Fortsetzung entscheiden, würde Portugal bereits im September in der Nations League wieder gefordert sein.