Frankreich vs. Marokko: Haaland kritisiert Mbappé-Elfmeter
Erling Haaland hat sich nach dem verschossenen Elfmeter von Kylian Mbappé im WM-Viertelfinale gegen Marokko in die Diskussion eingeschaltet. Der norwegische Torjäger kritisierte dabei nicht den französischen Superstar, sondern vor allem die lange Wartezeit vor der Ausführung des Strafstoßes.
Mbappé scheiterte in der ersten Halbzeit vom Punkt, nachdem sich die Szene durch mehrere Überprüfungen und Diskussionen verzögert hatte. Frankreich ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und setzte sich am Ende mit 2:0 durch.
Mbappé scheitert vom Punkt
In der 28. Minute erhielt Frankreich nach einem Foul von Noussair Mazraoui an Mbappé einen Elfmeter. Der Kapitän der Équipe Tricolore legte sich den Ball zurecht, musste anschließend aber lange auf die Freigabe durch Schiedsrichter Facundo Tello warten.
Hintergrund der Verzögerung war eine zusätzliche Überprüfung der Entstehung des Angriffs. Das Schiedsrichterteam kontrollierte, ob vor dem Foul an Mbappé möglicherweise ein Vergehen eines französischen Spielers vorgelegen hatte.
Insgesamt vergingen laut Berichten drei Minuten und elf Sekunden zwischen der Entscheidung und der tatsächlichen Ausführung. Mbappé trat schließlich an, setzte den Strafstoß aber schwach und scheiterte.
Haaland kritisiert die Wartezeit
Kurz darauf meldete sich Erling Haaland über Snapchat zu Wort. Der norwegische Stürmer teilte ein Bild der Szene und schrieb: „Fünf Minuten warten zu müssen, um einen Elfmeter auszuführen, ist viel zu lange.“
Auch wenn die tatsächliche Unterbrechung etwas kürzer war, zielte Haalands Kritik klar auf das Schiedsrichtergespann. Aus Sicht des Angreifers kann eine derart lange Verzögerung den Schützen aus dem Rhythmus bringen.
Ähnlich äußerte sich ARD-Experte Bastian Schweinsteiger. Der frühere deutsche Nationalspieler kritisierte die Abwicklung der Szene und erklärte, die langen Diskussionen könnten einen Elfmeterschützen verunsichern.
Gleichzeitig nahm Schweinsteiger Mbappé nicht vollständig aus der Verantwortung. Trotz der Verzögerung hätte der Strafstoß besser ausgeführt werden können, stellte der Weltmeister von 2014 klar.
Frankreich zieht ins Halbfinale ein
Der Fehlschuss blieb für Frankreich letztlich ohne Folgen. In der 60. Minute traf Mbappé mit einem sehenswerten Abschluss zur Führung und machte seinen Fehler damit wieder gut.
Nur sechs Minuten später erhöhte Ousmane Dembélé auf 2:0 und sorgte für die Vorentscheidung. Frankreich kontrollierte die Partie anschließend und löste souverän das Ticket für das Halbfinale.
Mbappé wurde in der 77. Minute mit leichten Beschwerden ausgewechselt. Nach dem Spiel gab der 27-Jährige jedoch Entwarnung. Im Halbfinale trifft Frankreich auf den Sieger der Begegnung zwischen Spanien und Belgien.
Auch Haaland ist mit Norwegen weiterhin im Turnier. Die Skandinavier kämpfen gegen England um den Einzug unter die letzten vier Mannschaften. Damit könnte es im weiteren Turnierverlauf sogar noch zu einem direkten Duell zwischen Haaland und Mbappé kommen.