Olympia-Knall: Transmann startet bei Frauen
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Diese Olympischen Winterspiele werden in die Geschichte eingehen. Nicht nur wegen spektakulärer Bewerbe, Medaillen und großer Emotionen, sondern auch wegen eines Falls, der weltweit für Aufmerksamkeit sorgt. In Italien erlebt Olympia einen historischen Moment: Mit Elis Lundholm steht erstmals ein offen transsexueller Athlet bei Olympischen Winterspielen am Start. Der Schwede sorgt bereits vor seinem Auftritt im Ski-Freestyle für Diskussionen. Lundholm identifiziert sich als Mann, wurde aber als Frau geboren und tritt bei Olympia jedoch im Frauen-Wettbewerb auf der Buckelpiste an.
Wer ist Elis Lundholm
Elis Lundholm ist 23 Jahre alt, stammt aus Värmdö nahe Stockholm und startet bei den Olympischen Winterspielen für Schweden. In Italien feiert der Ski-Freestyler nun seine Olympia-Premiere. Sportlich hat sich Lundholm diesen Auftritt erarbeitet: Im Weltcup erreichte er im Dezember 2025 im finnischen Ruka mit Rang 18 seine bislang beste Platzierung. In der vergangenen Saison gewann er zudem die Gesamtwertung im Europacup und zählte damit zu den konstantesten Athletinnen im Frauenfeld der Buckelpiste. Das Schwedische Olympische Komitee bestätigte, dass Lundholm alle sportlichen Voraussetzungen erfüllt, um im Frauenbewerb bei Olympia anzutreten. Auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) sieht laut Angaben keinen Regelverstoß. Für Lundholm erfüllt sich damit bei den Olympischen Spielen ein Lebenstraum.
Coming-out
Geboren als Frau, fühlte sich Elis Lundholm nach eigenen Aussagen schon immer als Mann. Vor rund fünf Jahren machte er diesen Schritt öffentlich und hatte sein Coming-out. Eine geschlechtsangleichende Operation hat er bislang nicht durchführen lassen. Genau dieser Punkt ist laut den zuständigen Olympia-Gremien entscheidend dafür, dass Lundholm weiterhin im Frauenbewerb bei den Olympischen Winterspielen startet. Er selbst betont, dass er damit unter denselben sportlichen Voraussetzungen wie seine Konkurrentinnen antrete. In der Buckelpisten-Szene habe er sich stets akzeptiert gefühlt und sei gut behandelt worden. Dass sein Start bei Olympia nun international für Diskussionen sorgt, nimmt Lundholm gelassen. Sein Fokus liegt auf dem Sport und auf seinem großen Moment bei den Olympischen Winterspielen.