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Stefan Embacher auf der Olympia-Normalschanze im Herren-Bewerb
Österreichs Nachwuchshoffnung Stephan Embacher überzeugt beim Skispringen der Herren auf der Olympia-Normalschanze und landet in den Top 10.
Österreichs Nachwuchshoffnung Stephan Embacher überzeugt beim Skispringen der Herren auf der Olympia-Normalschanze und landet in den Top 10.
APA-Images / AFP / TOBIAS SCHWARZ

Olympia-Krimi: ÖSV-Springer gehen leer aus

09.02.2026 um 20:45, Marcel Toifl
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Philipp Raimund gewinnt Gold im Skispringen der Herren. Auf der Olympia-Normalschanze in Predazzo erreicht Stephan Embacher als bester Österreicher Rang sieben.

Das Skispringen der Herren bei den Olympischen Spielen 2026 erreichte auf der Olympia-Normalschanze in Val di Fiemme seinen ersten emotionalen Höhepunkt. In einem hochkarätigen Wettkampf setzte sich der Deutsche Philipp Raimund gegen die internationale Elite durch. Stephan Embacher erreicht als bester Österreicher den siebten Endrang.

Auftakt in Val di Fiemme: Spannung auf der Normalschanze

Bereits im ersten Durchgang auf der HS109-Anlage zeigte sich das extrem hohe Niveau beim Skispringen. Während Lokalmatador Giovanni Bresadola die Fans mit 102,5 Metern begeisterte, setzte der Schweizer Gregor Deschwanden mit 106 Metern ein erstes dickes Ausrufezeichen. Für die Herren des ÖSV verlief der Start hingegen holprig: Top-Favorit Stefan Kraft blieb mit 98 Metern deutlich hinter den Erwartungen zurück, was die Hoffnungen auf eine frühe Medaille dämpfte.

Österreichische Antwort: Embacher hält die Fahne hoch

In Abwesenheit der gewohnten Dominanz von Stefan Kraft präsentierte sich Stephan Embacher als stärkster Österreicher auf der Olympia-Normalschanze. Mit einem sauberen Sprung auf 100,5 Meter und einem perfekten Telemark hielt er den Anschluss an die Weltspitze. Zur Halbzeit führte Philipp Raimund das Feld knapp an, gefolgt von der französischen Überraschung Valentin Foubert, während Routiniers wie Domen Prevc und Marius Lindvik bereits unter Druck standen.

Finale der Herren: Nervenschlacht um die Medaillen

Der Finaldurchgang entwickelte sich zu einer echten Weitenjagd. Stephan Embacher steigerte sich enorm und setzte mit 105,5 Metern ein klares Signal. Die Führung wechselte beim Skispringen der Herren nun fast im Minutentakt: Erst übernahm Ren Nikaido (Japan) die Spitze, bevor Gregor Deschwanden mit der Tagesweite von 107 Metern konterte. Der junge Pole Kacper Tomasiak hielt dem Druck jedoch stand, sprang ebenfalls auf 107 Meter und setzte sich dank besserer Haltungsnoten kurzzeitig an die erste Position.

Gold für Deutschland: Raimund triumphiert bei Olympia

Die Entscheidung fiel erst mit dem allerletzten Springer. Philipp Raimund bewies Nervenstärke aus Stahl: Sein Flug auf 106,5 Meter reichte dank überragender Haltungsnoten aus, um mit insgesamt 274,1 Punkten die Goldmedaille zu sichern. Damit feiert Deutschland den ersten Sieg auf der Olympia Normalschanze seit Karl Geiger im Jahr 2020. Stephan Embacher belegte als bester Österreicher den respektablen siebten Rang. Hinter Silber-Gewinner Tomasiak teilen sich Nikaido und Deschwanden punktgleich die Bronzemedaille.

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