Krise: Saudis wollen Ronaldo abgeben
Inhalt
- Ausstiegsklausel als Schlüssel
- Rückkehr zu Sporting ein Thema
- Finanzielle Frage offen
- Al-Nassr sucht bereits Ersatz
Die Beziehung zwischen Cristiano Ronaldo und seinem Klub Al-Nassr steht offenbar vor einem Wendepunkt. Nach Wochen voller Unruhe und interner Spannungen mehren sich die Anzeichen, dass es im kommenden Sommer zu einer Trennung kommen könnte. Laut britischen Medien wären inzwischen beide Seiten bereit, getrennte Wege zu gehen.
Auslöser der aktuellen Situation soll unter anderem ein interner Ronaldo-Streik gewesen sein, der bei den Verantwortlichen in Saudi-Arabien für Unmut sorgte. In Vereinskreisen sei man der Ansicht, dass kein Spieler über dem Klub steht, auch nicht ein fünffacher Weltfußballer.
Ausstiegsklausel als Schlüssel
Al-Nassr würde Ronaldo demnach keine Steine in den Weg legen, sollte er den Wunsch nach einem Wechsel äußern. Voraussetzung ist jedoch klar definiert: Die im Sommer gültige Ausstiegsklausel in Höhe von rund 50 Millionen Euro muss aktiviert werden.
Für einen 41-Jährigen ist diese Summe beachtlich, zugleich zeigt sie, welchen sportlichen und kommerziellen Wert Ronaldo weiterhin besitzt. Trotz seines Alters zählt der Portugiese noch immer zu den bekanntesten und einflussreichsten Akteuren im Weltfußball.
Rückkehr zu Sporting ein Thema
Besonders brisant: Eine Rückkehr zu seinem Jugendklub Sporting Lissabon gilt als realistisches Szenario. Ronaldo verbrachte sechs prägende Jahre bei den „Leões“, ehe er den Sprung zu Manchester United schaffte. Laut Berichten könne sich der Superstar ein Comeback durchaus vorstellen.
Neben der emotionalen Komponente spricht auch die sportliche Situation für Sporting. Der amtierende portugiesische Meister steht aktuell im Achtelfinale der Champions League und gehört national wieder zur Spitze.
Finanzielle Frage offen
Ob Sporting die nötigen 50 Millionen Euro aufbringen kann, bleibt jedoch offen. Ganz unrealistisch ist es nicht: Nach dem lukrativen Verkauf von Viktor Gyökeres im vergangenen Sommer soll der Klub einen Transfergewinn von rund 43 Millionen Euro erzielt haben. Die finanzielle Ausgangslage ist damit deutlich besser als in früheren Jahren.
Al-Nassr sucht bereits Ersatz
Unabhängig von Ronaldos Zukunft scheint Al-Nassr bereits Vorkehrungen für einen möglichen Abgang zu treffen. Trotz der aktuellen Unruhe läuft es sportlich ordentlich: Zuletzt gewann das Team das prestigeträchtige Duell gegen Al-Ittihad mit 2:0.
Hinter den Kulissen wird jedoch offenbar an einem Ronaldo-Nachfolger gearbeitet. Laut einer Quelle stehen dabei prominente Namen auf einer Wunschliste, darunter Mohamed Salah und Bruno Fernandes. Beide Transfers wären erneut ein starkes Signal des saudischen Projekts.