Nach WM-Aus: So reagiert das ÖFB-Team
- Rangnick zieht positives WM-Fazit
- ÖFB-Stars zeigen sich enttäuscht
- Van der Bellen dankt der Mannschaft
- Spanien richtet den Blick nach vorne
Das WM-Märchen des österreichischen Nationalteams ist beendet. Nach der klaren 0:3-Niederlage gegen Europameister Spanien im Sechzehntelfinale war die Enttäuschung bei Spielern und Betreuern groß. Trotzdem überwog nach dem ersten Schock auch der Stolz über eine Weltmeisterschaft, die Österreich nach 28 Jahren wieder auf die große Fußballbühne zurückgebracht hatte.
Während Spanien verdient ins Achtelfinale einzog, blickte das ÖFB-Team auf ein Turnier zurück, das trotz des Ausscheidens viele positive Erkenntnisse brachte. Teamchef Ralf Rangnick und seine Spieler fanden nach dem Schlusspfiff anerkennende Worte für den Gegner und zugleich Mut für die Zukunft.
Rangnick zieht positives WM-Fazit
Für Ralf Rangnick war vor allem die Anfangsphase entscheidend. Der Teamchef trauerte der großen Chance von Michael Gregoritsch nach, die Österreich bei einem Spielstand von 0:0 in Führung hätte bringen können.
„Die Chance von Michael Gregoritsch war natürlich eine Schlüsselszene. Wenn du gegen Spanien so eine Möglichkeit bekommst und sie nutzt, steht es plötzlich 1:0“, analysierte Rangnick. Gleichzeitig stellte er klar, dass Spanien an diesem Abend die bessere Mannschaft gewesen sei.
Trotz des Ausscheidens fiel das Gesamtfazit des Deutschen positiv aus. „Die Mannschaft hat ihr eigentliches Ziel bei der WM erreicht. Wir sind in einer extrem schwierigen Gruppe weitergekommen. Gegen nahezu jeden anderen Gegner wären wir auf Augenhöhe gewesen“, erklärte Rangnick.
ÖFB-Stars zeigen sich enttäuscht
Auch Marcel Sabitzer erkannte den Klassenunterschied offen an. Der Mittelfeldspieler gratulierte Spanien zum verdienten Sieg und sprach von fehlender Präzision in den entscheidenden Momenten.
„Sie haben elf Spieler auf dem Platz, die absolute Topqualität besitzen. Wir sind einfach enttäuscht, weil unser Ziel das Weiterkommen war“, sagte Sabitzer nach dem Spiel.
Torhüter Alexander Schlager, der mit mehreren starken Paraden eine höhere Niederlage verhinderte, blickte bereits vorsichtig nach vorne. „Heute schmerzt die Niederlage noch sehr. Aber wir wissen, dass wir eine starke und emotionale Truppe haben. Wir wollen Österreich künftig wieder regelmäßig bei Endrunden vertreten“, erklärte der Salzburger.
Auch Kapitän David Alaba und Stürmer Marko Arnautovic machten keinen Hehl aus ihrer Enttäuschung. Gleichzeitig betonten beide, stolz auf den Weg der Mannschaft und die Leistungen während des gesamten Turniers zu sein.
Van der Bellen dankt der Mannschaft
Unmittelbar nach dem Schlusspfiff meldete sich auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen zu Wort. In einer Botschaft in den sozialen Medien würdigte er den Einsatz der Nationalmannschaft.
„Europameister Spanien war heute einfach zu stark. Aber ihr habt alles gegeben. Das ganze Land hat mitgefiebert. Danke für euren Einsatz“, schrieb das Staatsoberhaupt und spendete der Mannschaft Trost.
Spanien richtet den Blick nach vorne
Auf der anderen Seite überwog die Zufriedenheit über einen souveränen Auftritt. Teamchef Luis de la Fuente lobte die Konzentration und Mentalität seiner Mannschaft, machte aber zugleich deutlich, dass die Aufgaben im weiteren Turnierverlauf noch schwieriger werden.
Doppeltorschütze Mikel Oyarzabal zeigte sich trotz seiner Gala-Vorstellung bescheiden. „Österreich ist eine starke Mannschaft. Wir haben heute aber einen guten Tag erwischt und verdient gewonnen“, sagte der Angreifer.