WM-Kracher: Erstes Tor gefallen
Nur wenige Minuten nach dem Aufreger um das aberkannte Cucurella-Tor schlug das Starensemble von Luis de la Fuente im SoFi Stadium eiskalt zu. In der 37. Spielminute zappelte das Leder erneut im Netz der Österreicher – und diesmal gab es keinerlei Einwände des Unparteiischen. Ein präzise vorgetragener Angriff über die linke Außenbahn brachte das verdiente 1:0-Tor durch Mikel Oyarzabal für Spanien. Die kompakt stehende Hintermannschaft der ÖFB-Auswahl verlor in dieser Szene für einen kurzen Moment die Zuordnung, was der spanische Angreifer eiskalt und in Manier eines echten Topstürmers bestrafte.
Für das Team von Ralf Rangnick, das bis zu diesem Zeitpunkt leidenschaftlich verteidigt hatte, bedeutet der Gegentreffer einen herben Rückschlag kurz vor dem Pausenpfiff.
Cucurella als Vorbereiter und die eiskalte Vollstreckung
Der Treffer war ein Lehrstück für das berüchtigte spanische Flügelspiel. Linksverteidiger Marc Cucurella, der zuvor noch Pech mit seinem aberkannten Treffer hatte, machte das Spiel breit und lauerte an der Außenlinie. Nach einem perfekt getimten Zuspiel bekam der Chelsea-Profi den Ball auf den Flügel durchgesteckt und nutzte den freien Raum für eine flache, scharfe Hereingabe in den Strafraum. In der Mitte schaltete Mikel Oyarzabal am schnellsten: Der Angreifer von Real Sociedad löste sich mit einer geschickten Bewegung von seinen Bewachern Kevin Danso und David Alaba. Am Elfmeterpunkt lauernd, nahm Oyarzabal das präzise Zuspiel direkt und schob den Ball ganz entspannt flach ins Eck.
Österreich unter Zugzwang: Schlager chancenlos
ÖFB-Schlussmann Alexander Schlager, der in den Minuten zuvor noch durch starke Paraden und ein Quentchen VAR-Glück die Null gehalten hatte, war bei diesem platzierten Abschluss völlig machtlos. Der Ball schlug unhaltbar neben der Stange ein. Durch das Tor von Mikel Oyarzabal ist die taktische Marschroute von Ralf Rangnick vorerst über den Haufen geworfen.