Österreich vs. Algerien: Arnautovic rastet nach WM-Krimi aus
Inhalt
- Wortgefecht mit Algeriens Teamchef
- Rangnick sorgt für Deeskalation
- Erinnerungen an die EURO 2021
- Kurz darauf wieder gefasst
Österreich hat sich mit einem dramatischen Last-Minute-Ausgleich gegen Algerien den Einzug ins Sechzehntelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gesichert. Während Sasa Kalajdzic mit seinem Treffer in der 96. Minute für grenzenlosen Jubel sorgte, spielten sich unmittelbar nach dem Schlusspfiff hitzige Szenen auf dem Rasen ab.
Im Mittelpunkt stand ausgerechnet ÖFB-Rekordspieler Marko Arnautovic.
Wortgefecht mit Algeriens Teamchef
Nach dem emotionalen 3:3 geriet der 37-Jährige in einen heftigen Disput mit Algeriens Teamchef Vladimir Petkovic. Auf Videos, die nach dem Spiel in den sozialen Netzwerken veröffentlicht wurden, ist zu sehen, wie Arnautovic lautstark diskutiert und sich kaum beruhigen lässt. Die Situation drohte kurzzeitig zu eskalieren.
Schließlich griff Österreichs Teamchef Ralf Rangnick persönlich ein. Der 67-Jährige hielt seinen Stürmer zurück, sprach beruhigend auf ihn ein und versuchte gleichzeitig, die Situation gegenüber dem algerischen Trainerteam zu entschärfen.
Rangnick sorgt für Deeskalation
Während Arnautovic sichtlich aufgebracht war, bemühte sich Rangnick um Ruhe. Mit entschuldigenden Gesten wandte er sich auch an Petkovic und dessen Betreuerstab, um die aufgeheizte Stimmung nach dem dramatischen Spiel zu beruhigen.
Warum der ÖFB-Star derart emotional reagierte, ist derzeit allerdings unklar. Welche Worte zwischen den beiden Trainern und Arnautovic fielen, wurde bislang nicht bekannt.
Erinnerungen an die EURO 2021
Die Szenen weckten bei vielen Fans Erinnerungen an die Europameisterschaft 2021. Damals hatte Arnautovic nach seinem Treffer gegen Nordmazedonien mit einer Schimpftirade für internationale Schlagzeilen gesorgt.
Auch damals versuchte David Alaba, seinen Teamkollegen zu beruhigen. Die UEFA sperrte Arnautovic anschließend für ein Spiel, nachdem seine Aussagen als rassistische Beleidigung eingestuft worden waren. Der Angreifer entschuldigte sich später öffentlich.
Kurz darauf wieder gefasst
Von seinem Wutausbruch war beim anschließenden TV-Interview allerdings kaum noch etwas zu merken. Arnautovic zeigte sich deutlich ruhiger und sprach ausschließlich über den hart erkämpften Einzug in die K.-o.-Phase. Zum Vorfall mit Algeriens Teamchef äußerte sich der Stürmer nicht.
Österreich trifft nun am Donnerstag im Sechzehntelfinale auf Europameister Spanien. Nach dem dramatischen Gruppenfinale dürfte die Mannschaft mit viel Selbstvertrauen, aber auch reichlich Emotionen in das Duell mit einem der Turnierfavoriten gehen.