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Kamil Stoch beim Skispringen, nachdenklich nach seinem Karriereende über eine Rückkehr als Mentor
Bleibt dem Skispringen erhalten: Kamil Stoch plant nach seinem Rücktritt eine neue Rolle als Wissensvermittler und Mentor für junge Talente.
Bleibt dem Skispringen erhalten: Kamil Stoch plant nach seinem Rücktritt eine neue Rolle als Wissensvermittler und Mentor für junge Talente.
APA-Images / AFP / JURE MAKOVEC

Kamil Stoch: Skisprung-Ikone plant überraschende Rückkehr

15.05.2026 um 09:54, Marcel Toifl
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Skisprung-Legende Kamil Stoch spricht nach seinem Rücktritt über eine neue Rolle. Seine Rückkehr in den Sport sieht er in einer ungewohnten Funktion.

Erst im März 2026 beendete Kamil Stoch nach den Olympischen Winterspielen in Mailand/Cortina seine beispiellose Laufbahn im Skispringen. Doch wer dachte, der dreifache Olympiasieger würde sich nun dauerhaft zur Ruhe setzen, hat sich getäuscht. In einem aktuellen Interview mit dem Radiosender RMF FM gab der 38-jährige Pole überraschende Einblicke in sein neues Leben und sprach über ein baldiges Comeback in neuer Funktion.

Der intensive "Unruhestand" der Legende

Nach dem Weltcup-Finale in Planica und den Olympischen Spielen hatte sich Stoch eigentlich mehr Gelassenheit erhofft. Doch die Realität sieht anders aus. Gegenüber RMF FM gesteht Kamil Stoch offen: „Es ist anders, als ich es mir vorgestellt hatte.“

Statt gemütlich im Sessel zu sitzen, verbrachte er die Zeit mit Reisen nach Warschau und erfüllte sich einen Traum: Einen Besuch an der Anfield Road in Liverpool. Doch die Sehnsucht nach den Schanzen dieser Welt scheint bereits jetzt zurückzukehren.

Rückkehr zum Skispringen: Mentor statt Trainer

Obwohl er die Skier offiziell an den Nagel gehängt hat, möchte Stoch dem Sport erhalten bleiben. Eine klassische Trainer-Rolle lehnt er jedoch ab. Stattdessen zieht es ihn in eine beratende Funktion.

  • Kein Trainer-Engagement: „Ich möchte mich nicht als Trainer engagieren“, stellt Stoch klar.
  • Wissensvermittlung: Seine Motivation ist jedoch ungebrochen: „Ich möchte dieses Wissen weitergeben“, erklärt er im Interview.
  • Zukunftspläne: „Ich würde mich auf jeden Fall gerne stärker engagieren“, so Stoch über eine mögliche Mentorenrolle oder Arbeit im Vereinsleben.

Einzigartiges Erbe: Die Erfolge von Kamil Stoch

Dass die Skisprung-Welt auf eine Rückkehr von Stoch hofft, liegt an seiner unvergleichlichen Vita. Kamil Stoch hat das Skispringen über zwei Jahrzehnte mitgeprägt:

  • Olympia: Dreimal Gold (2x 2014 Sotschi, 1x 2018 Pyeongchang).
  • Vierschanzentournee: Drei Gesamtsiege.
  • Weltcup: Zwei Triumphe im Gesamtweltcup und 80 Podestplätze.
  • Weltmeisterschaften: Zwei Titel und insgesamt zehn Medaillen bei Großereignissen.

Kein zweiter Noriaki Kasai

Trotz der frühen Sehnsucht nach dem Sport bleibt Stoch bei seinem Entschluss, nicht ewig aktiv auf der Schanze zu stehen. Schon vor seiner letzten Saison scherzte er über einen Vergleich mit dem japanischen "Ewigspringer": „Ich will es nicht wie Noriaki Kasai machen.“ 
 

Während Kasai mit über 53 Jahren immer noch im Weltcup aktiv ist, sucht Stoch seine Zukunft nun darin, die nächste Generation polnischer Skispringer zum Erfolg zu führen.

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