"Fehlkonstruktion": Olympia-Schanze umgebaut
- Sicherheits-Schock: Kritik nach der Generalprobe in Predazzo
- Technik-Update: So reagiert die FIS für die Olympischen Winterspiele 2026
- Stimmen aus dem Team: Einschätzungen der Athleten und Trainer
- Medaillenjagd: Blick auf die Skisprung-Wettkämpfe im Februar
Die Vorfreude auf die Olympischen Winterspiele 2026 wird von einer ernsten Sicherheitsdebatte überschattet. Nach schweren Verletzungen bei der Generalprobe in Predazzo stellt sich die dringende Frage: Sind die Schanzen für die Athleten sicher? Springerinnen wie Eva Pinkelnig sprachen offen von „Fehlkonstruktionen“. Der Weltverband FIS steht unter Zugzwang. Bauliche Korrekturen sollen nun einen reibungslosen und vor allem sicheren Ablauf der Wettkämpfe im Februar garantieren.
Sicherheits-Schock: Kritik nach der Generalprobe in Predazzo
Der Sommer-Grand-Prix im September sollte eigentlich ein Vorgeschmack auf die Olympischen Winterspiele 2026 sein, endete jedoch in einem Debakel. Gleich drei Top-Athletinnen – Eva Pinkelnig, Alexandria Loutitt und Haruka Kasai – erlitten bei schweren Stürzen Kreuzbandrisse. „Wir wurden als Versuchskaninchen missbraucht“, kritisierte die Österreicherin Eva Pinkelnig im ORF-Interview deutlich.
Das Problem: Eine gefährliche Kombination aus Schanzenprofil, Windanfälligkeit und Material. Selbst FIS-Renndirektor Sandro Pertile räumte ein, dass man es hier zeitweise mit einer baulichen Fehlkonstruktion zu tun hatte.
Technik-Update: So reagiert die FIS für die Olympischen Winterspiele 2026
Um die Sicherheit für die Olympischen Winterspiele 2026 zu gewährleisten, hat die FIS tiefgreifende Änderungen am Schanzenprofil vorgenommen. Ziel ist eine flachere und damit stabilere Flugkurve, die weniger anfällig für plötzliche Windböen ist.
Die baulichen Änderungen im Überblick:
| Parameter | Änderung / Status |
|---|---|
| Schanzentisch-Winkel | Korrektur um 0,5 Grad nach oben |
| Normalschanze | HS (Hill Size) 107 Meter (neu vermessen) |
| Großschanze | HS (Hill Size) 141 Meter (neu vermessen) |
| Flugkurve | Flacherer Verlauf für mehr Kontrolle |
Stimmen aus dem Team: Einschätzungen der Athleten und Trainer
Obwohl das österreichische Team den Test bei den italienischen Meisterschaften im November ausließ, herrscht vorsichtiger Optimismus. Team-Olympiasieger Jan Hörl sieht nach Videoanalysen eine positive Entwicklung der Präparierung, wie er gegenüber LAOLA 1 erklärt. Daniel Tschofenig bleibt ebenfalls hoffnungsvoll, erinnert aber daran, dass die FIS die Schanzen nun in der Praxis beweisen muss.
Frauen-Trainer Thomas Diethart ist überzeugt, dass die mentalen Hürden nach dem ersten erfolgreichen Sprung im Training der Olympischen Winterspiele 2026 verschwinden werden.
Medaillenjagd: Blick auf die Skisprung-Wettkämpfe im Februar
Die Hoffnung der Athleten ruht auch auf dem Wetter: Die Umstellung von Matten auf Naturschnee sorgt in der Regel für stabilere Verhältnisse im Auslauf und in der Luft. Die Skisprung-Bewerbe in Val di Fiemme zählen zu den prestigeträchtigsten Momenten, die die Olympischen Winterspiele 2026 zu bieten haben.
Sicherheits-Check: Predazzo 2026
- Schanzen-Umbau: Der Winkel des Schanzentisches wurde für eine flachere Flugkurve angepasst.
- Positive Tests: Italienische Springer bestätigten im November einen stabileren Sprungverlauf.
- Wintervorteil: Schnee bietet im Vergleich zu Matten mehr Grip und Sicherheit im Landebereich.
- FIS-Überwachung: Strengere Windprotokolle für die Wettkämpfe der Olympischen Winterspiele 2026 geplant.