Wut im Bernabéu: Real-Fans rechnen mit Mbappé ab
Inhalt
- Proteste gegen Präsident Pérez
- Mbappé wird zur Zielscheibe
- Diskussionen um Italien-Trip
- Petition gegen Mbappé sorgt für Wirbel
Bei Real Madrid liegen die Nerven blank. Obwohl die Königlichen ihr Ligaspiel gegen Real Oviedo mit 2:0 gewannen, stand nach dem Schlusspfiff nicht der sportliche Erfolg im Mittelpunkt, sondern die explosive Stimmung im Santiago Bernabéu.
Vor allem Superstar Kylian Mbappé bekam den Frust der Fans massiv zu spüren. Der französische Weltstar wurde bei seiner Einwechslung in der 69. Minute von den eigenen Anhängern lautstark ausgepfiffen.
Doch nicht nur Mbappé geriet ins Visier der Real-Fans. Auch Präsident Florentino Pérez wurde offen attackiert.
Proteste gegen Präsident Pérez
Bereits während der Partie tauchten im Stadion mehrere Protest-Banner auf. Trotz verschärfter Kontrollen gelang es Fans offenbar gezielt, Transparente ins Bernabéu zu schmuggeln. Auf den Bannern war unter anderem zu lesen: „Florentino, hau ab!“ sowie „Florentino schuldig“.
Die Aktion wirkte organisiert. Die Transparente wurden jeweils bei Eckbällen hochgehalten, genau in dem Moment, wenn die TV-Kameras auf die Eckfahnen schwenkten. Sicherheitskräfte reagierten rasch und entfernten die Banner kurze Zeit später wieder. Die Proteste zeigen deutlich, wie angespannt die Stimmung rund um den Klub derzeit ist.
Mbappé wird zur Zielscheibe
Besonders hart traf es jedoch Kylian Mbappé. Der französische Superstar steckt sportlich in einer schwierigen Phase und steht bei den Fans zunehmend in der Kritik. Lediglich sechs Tore gelangen Mbappé bislang im Jahr 2026, deutlich zu wenig für die hohen Erwartungen in Madrid. Als der Angreifer gegen Oviedo eingewechselt wurde, reagierten viele Fans mit lautstarken Pfiffen. Auch bei seinen ersten Ballkontakten setzte sich der Unmut fort.
Die spanische Zeitung „Marca“ brachte die Situation anschließend auf den Punkt: „Im Bernabéu gibt es keine Vergebung.“ Mbappé selbst zeigte sich nach dem Spiel vergleichsweise ruhig. „Das ist normal. Wenn man nicht gewinnt, passiert so etwas. Das ist bei Real Madrid und bei jedem anderen Verein der Welt so“, erklärte der Franzose.
Diskussionen um Italien-Trip
Der Wirbel um Mbappé hatte bereits in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. Nach dem Ligaspiel gegen Betis Sevilla zog sich der Offensivspieler einen Muskelfaserriss zu und fiel angeschlagen aus. Für zusätzlichen Ärger sorgte anschließend ein privater Kurztrip nach Italien. Während der Vorbereitung auf das Spiel gegen Espanyol Barcelona nutzte Mbappé einen freien Tag für einen Ausflug mit seiner Freundin Ester Expósito.
Besonders brisant: Der Franzose landete erst wenige Minuten vor Spielbeginn wieder in Madrid. In sozialen Medien wurde die Aktion heftig diskutiert. Viele Fans warfen dem Superstar mangelnde Professionalität vor.
Petition gegen Mbappé sorgt für Wirbel
Die aufgeheizte Stimmung rund um den Angreifer zeigt sich inzwischen auch im Internet. Zuletzt kursierte eine Petition, die den Abgang Mbappés forderte.
Bis Montag sammelte diese laut Berichten unglaubliche 73 Millionen Unterschriften. Zwar dürfte ein großer Teil davon auf Bots oder Mehrfachaktionen zurückzuführen sein, dennoch spiegelt die Kampagne die angespannte Stimmung rund um den Superstar wider.