Direkt zum Inhalt
Vincent Kriechmayr attackiert im Olympia-Super-G 2026 auf der eisigen Stelvio in Bormio.
Vincent Kriechmayr attackiert im Olympia-Super-G der Herren auf der eisigen Stelvio in Bormio.
Vincent Kriechmayr attackiert im Olympia-Super-G der Herren auf der eisigen Stelvio in Bormio.
APA-Images / SEPA.Media / Hans Peter Lottermoser

Super-G Herren: ÖSV greift nach Olympia-Gold

11.02.2026 um 10:40, Weekend Redaktion
min read
Super-G Herren Olympia in Bormio: Kriechmayr, Haaser und Schwarz greifen auf der eisigen Stelvio nach Gold. Odermatt, von Allmen und Franzoni lauern.

Am Mittwoch beginnt um 11.30 Uhr bei Olympia 2026 in Bormio der Super-G der Herren. Die traditionsreiche Stelvio präsentiert sich eisig, wellig und stark gewässert, Bedingungen, die höchste Präzision und absoluten Mut verlangen. Österreich schickt mit Vincent Kriechmayr, Marco Schwarz, Stefan Babinsky und Raphael Haaser ein starkes Quartett ins Rennen. Doch mit Marco Odermatt, Franjo von Allmen und Giovanni Franzoni wartet internationale Top-Konkurrenz.

Rennen, Strecke und Startaufstellung

Der olympische Super-G wird nach nur einer Besichtigung gefahren. Nils Allègre eröffnet mit Startnummer 1, gefolgt von James Crawford (2) und Ryan Cochran-Siegle (3). Alexis Monney startet mit Nummer 6, Franjo von Allmen mit 7. Raphael Haaser trägt die 8, Giovanni Franzoni die 9, Marco Odermatt die 10.

Das ÖSV-Team ist kompakt im vorderen Feld vertreten: Stefan Babinsky (11), Vincent Kriechmayr (15) und Marco Schwarz (16). Die frühe Startgruppe könnte auf der noch weniger ramponierten Piste ein Vorteil sein.

Österreichisches Team und Super-G-Bilanz

Österreich hält im olympischen Super-G der Herren bei 3 Gold-, 4 Silber- und 1 Bronzemedaille. Diese starke Bilanz unterstreicht die rot-weiß-rote Tradition in dieser Disziplin.

Vincent Kriechmayr bestreitet in Bormio seinen letzten olympischen Einzelbewerb und jagt seine erste Einzelmedaille. Raphael Haaser reist als amtierender Weltmeister im Super-G an. Marco Schwarz hat sich vom Technik-Spezialisten zum ernsthaften Speed-Faktor entwickelt, während Stefan Babinsky mit Podestplätzen in Wengen und Kitzbühel seine Klasse bewiesen hat.

Formkurven und Erfolge der ÖSV-Athleten

Kriechmayr startete mit einem Sieg in Beaver Creek in die Saison 2025/26 und stand in Copper Mountain auf Platz zwei. Haaser überzeugte mit mehreren Podestplätzen und wurde auf der Stelvio bereits zweimal Zweiter. Schwarz gewann in Livigno einen Super-G und bringt zusätzlich Selbstvertrauen aus dem Technikbereich mit.

Alle vier Österreicher haben bewiesen, dass sie auf anspruchsvollen Speedstrecken bestehen können, nun geht es darum, die Leistung bei Olympia punktgenau abzurufen.

Schweizer Topstars und internationale Favoriten

Im Fokus steht Marco Odermatt als Maßstab im Super-G. Franjo von Allmen reist als Olympiasieger in der Abfahrt an und zählt ebenfalls zu den Gold-Anwärtern. Giovanni Franzoni und Dominik Paris hoffen auf Heimvorteil.

Das Rennen verspricht ein Duell zwischen Schweizer Dominanz, italienischem Heimvorteil und österreichischer Tradition.

Österreichische Super-G-Historie und Olympiasiege

Hermann Maier holte 1998 Gold im Super-G. Matthias Mayer gewann 2018 und 2022 olympisches Gold in dieser Disziplin. Der Super-G ist eine rot-weiß-rote Paradedisziplin und Bormio bietet die nächste Chance, Geschichte fortzuschreiben.

Stimmen, Taktik und Risiko

Auf der eisigen Stelvio gilt: Ohne Risiko kein Preis. Die Fahrer sprechen von nur einer Chance im Super-G. Wer von oben bis unten attackiert und die Linie bei Höchsttempo präzise trifft, kann gewinnen.

Körperlich fühlen sich die Österreicher bereit, entscheidend wird der mentale Moment am Start sein. Gegen Odermatt, von Allmen und die starken Italiener braucht es Mut, Timing und maximale Überzeugung.

more