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Infantino und Trump beim WM-Finale.
Nach Wales will nun offenbar auch der englische Fußballverband seine Unterstützung für die Wiederwahl entziehen.
Nach Wales will nun offenbar auch der englische Fußballverband seine Unterstützung für die Wiederwahl entziehen.
APA-Images / EXPA / Eibner

Nächster Rückschlag: Top-Verband lässt Infantino fallen

03.08.2026 um 10:57, Yunus Emre Kurt
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Der Druck auf FIFA-Präsident Gianni Infantino wächst weiter. Nach Wales entzieht nun auch der englische Fußballverband seine Unterstützung für eine Wiederwahl.

Der Druck auf FIFA-Präsident Gianni Infantino wächst weiter. Nach dem walisischen Fußballverband bereitet nun auch der englische Fußballverband (FA) laut einem Bericht von Sky News ein Schreiben vor, mit dem er dem Schweizer die Unterstützung für seine geplante Wiederwahl entzieht.

Damit erhält Infantino den nächsten Rückschlag, nachdem er zuletzt wegen seiner Pläne rund um die kommerzielle Vermarktung der FIFA und der Weltmeisterschaft international massiv in die Kritik geraten war.

England entzieht Unterstützung

Laut Sky News arbeitet der englische Fußballverband derzeit an einem offiziellen Schreiben, mit dem Gianni Infantino die Unterstützung für seine Kandidatur bei der FIFA-Präsidentenwahl 2027 entzogen werden soll. Eine offizielle Bestätigung der FA steht zwar noch aus, der Schritt würde den Druck auf den amtierenden FIFA-Boss jedoch weiter erhöhen.

Bereits zuvor hatte der Fußballverband von Wales öffentlich erklärt, Infantino bei der kommenden Wahl nicht mehr zu unterstützen.

Wales übte scharfe Kritik

Der walisische Verband begründete seinen Schritt mit einem Vertrauensverlust. In einem Schreiben kritisierte die FAW unter anderem Defizite bei der Verbandsführung, den Entscheidungsprozessen, der Kommunikation und den Führungsqualitäten Infantinos.

Zudem erklärte der Verband, das Wohl des Fußballs müsse stets an erster Stelle stehen. Dieses Ziel sehe man unter der aktuellen Führung nicht mehr ausreichend gewährleistet.

Wie geht es für Infantino weiter?

Eigentlich möchte sich Gianni Infantino am 18. März 2027 beim FIFA-Kongress in Rabat ein letztes Mal für eine vierjährige Amtszeit wählen lassen. Bereits jetzt werden mit UEFA-Präsident Aleksander Čeferin, Scheich Salman bin Ibrahim Al Chalifa, Concacaf-Präsident Victor Montagliani und FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström mögliche Herausforderer gehandelt.

Gleichzeitig wird auch über einen früheren Machtwechsel spekuliert. Sollte ein außerordentlicher FIFA-Kongress einberufen und dort eine Mehrheit für ein Misstrauensvotum erreicht werden, könnte Infantino sein Amt bereits vor der regulären Wahl verlieren.

Zusätzlich drohen dem FIFA-Präsidenten neue juristische Auseinandersetzungen. Mehreren Medienberichten zufolge prüft die UEFA rechtliche Schritte im Zusammenhang mit den inzwischen zurückgezogenen Plänen zur Vermarktung von FIFA-Rechten und forderte Infantino auf, sämtliche Unterlagen zu dem Projekt zu sichern.

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