Im Video: die brutalsten Sportausraster

Football-Star Tom Brady zerschmetterte am Wochenende vor Wut ein Tablet und reiht sich damit in die Liste der legendärsten Sportausraster ein. Spuckattacken, Schlägereien, Fanangriffe – diesen Sportlern brannten die Sicherungen durch.
Autor: Sandra Eder, 19.09.2022 um 14:11 Uhr

Mike Tyson: Biss mit blutigen Folgen

Als jüngster Box-Weltmeister schrieb er Geschichte, bekannt ist Mike Tyson aber vor allem für seine Skandale. 1992 musste er wegen angeblicher Vergewaltigung in den Knast, erst fünf Jahre später konnte er seinen Kampf gegen Evander Holyfield austragen. Daran hatte Tyson im wahrsten Sinne des Wortes ordentlich zu kauen: Im Rückkampf biss er seinem Gegner ein Stück aus dem Ohr…

Eric Cantona: Kung-Fu-Tritt

Nicht nur Gegner und Schiedsrichter, auch die Fans wurden bei so manchem Sportausraster zum Opfer. 1995 eskalierte der damalige Manchester United-Spieler Eric Cantona auf dem Weg in die Kabine und verpasste einem Fan nach einer angeblichen Beleidigung einen brutalen Kung-Fu-Tritt. Der Fußballer wurde daraufhin acht Monate gesperrt und entging nur knapp dem Gefängnis.

Oliver Kahn: Schüttelangriff

Der frühere Bayern-Keeper war ein echter Heißsporn, was unter anderem Österreichs Fußball-Legende Andi Herzog zu spüren bekam. In der Saison 1995/96 rüttelte ihn Mitspieler Oliver Kahn mitten auf dem Feld. Konsequenzen gab es dafür keine. Im Gegenteil. Andi Herzog erinnert sich an die folgenden Szenen in der Kabine: „Ich bin zu Oliver gegangen und habe gesagt: ‚Wenn du mich noch einmal deppert anschaust, haue ich zurück.‘ Daraufhin meinten Rummenigge und Hoeneß, dass mir schon lange eine aufs Maul gehört und ich leise sein soll. Dann hat mich Otto Rehhagel ausgewechselt.“

Nelson Piquet: Prügel für den Gegner

1982 raste beim Grand Prix von Deutschland Nelson Piquet zum Sieg – bis es während eines Überholmanövers zum Crash mit Eliseo Salazar kam. Piquet sprang daraufhin völlig aufgebracht aus dem Wagen, schlug und trat auf den Chilenen ein. "Ich hatte das Rennen im Sack und dann schießt mich dieser Idiot von der Strecke", tobte er später.

Frank Rijkaard: Spuck-Skandal

Es war der 24. Juni 1990, als es im WM-Spiel zwischen Deutschland und den Niederlanden zu der wohl ekelhaftesten Spuck-Attacke der Sportgeschichte kam. Frank Rijkaard spuckte dem Deutschen Rudi Völler von hinten ins lockige Haar – und zahlreiche Kameras fingen die Szene ein. Völlers-Protest beim Schiedsrichter endete damit, dass BEIDE Spieler vom Platz gestellt wurden. Und als wäre das nicht Skandal genug, legte Frank Rijkaard am Weg Richtung Kabine noch eine Speichel-Ladung nach…

John McEnroe: Eklat am Court

Er galt als Tennis-Flegel seiner Zeit: Zerbrochene Schläger gehörten zur Tagesordnung und nicht selten pöbelte John McEnroe Schiedsrichter und Gegenspieler an. So wurde „Big Mac“ unter anderem als erster Spieler der Grand Slam-Historie wegen Fehlverhaltens disqualifiziert. Legendär ist vor allem sein Auftritt in Wimbledon 1981, als der US-Spieler mit den Worten „You cannot be serious“ auf den Schiedsrichter losging und für einen riesigen Eklat im bis dahin so korrekten Tennissport sorgte.

Heute kann der mittlerweile 63-Jährige über seinen einstigen Wutausbruch lachen – und „veräppelt“ sich sogar selbst in einem Werbespot für die Automarke Seat.

Alexander Zverev: Auf Referee-Sessel eingeschlagen

Auch Alexander Zverev hatte sich nicht immer im Griff. Im Frühjahr 2022 brachte ihn eine vermeintlich falsche Aus-Entscheidung des Stuhl-Schiedsrichters in einem eigentlich nicht besonders wichtigen Doppel dermaßen auf die Palme, dass der Deutsche nach dem Match wutentbrannt mit dem Racket auf den Schiedsrichter-Stuhl einprügelte. Neben jeder Menge schlechter Presse brachte ihm das auch eine relativ milde Strafe von acht Wochen bedingter Sperre ein.

Myles Garrett: Helm-Attacke

Der frühere Defensive End der Cleveland Browns sorgte 2019 für den größten Skandal der Football-Geschichte. Bei einem Gerangel riss Garrett dem gegnerischen Quaterback Mason Rudolph den Helm vom Kopf und schlug ihm seinen eigenen gegen den Kopf. Es folgten wüste „Jagdszenen“ und eine Massenschlägerei, in der Myles Garrett selbst ordentlich einstecken musste.

Angel Matos: Tritt gegen Kampfrichter

Erst wurde er bei den Olympischen Spielen 2008 für eine überzogene Behandlungspause disqualifiziert – und später sogar lebenslang gesperrt, nachdem er auf die Entscheidung mit einem Kick ins Gesicht des Kampfrichters reagierte…

Ron Artest

Er gilt als schlimmster Bad Boy der NBA und sorgte für den größten Skandal der Liga: 2004 prügelte sich Ron Artest erst mit einem Gegenspieler und später auf der Tribüne mit einem Zuschauer. Der Spieler wurde daraufhin 86 Spiele gesperrt und musste 60 Sozialstunden ableisten sowie einen Kurs zur Aggressionsbewältigung besuchen.