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Ifeanyi Ndukwe bei der U17-WM in Katar.
Der Verteidiger zählt zu den größten Talenten des Landes.
Der Verteidiger zählt zu den größten Talenten des Landes.
ÖFB/Andreas Pichler

Millionen-Transfer: ÖFB-Star wechselt zu Liverpool

03.01.2026 um 13:03, Yunus Emre Kurt
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Vom U18-Spieler zum Millionen-Transfer: Der rasante Aufstieg von Austria-Verteidiger Ndukwe gipfelt im Wechsel zum englischen Rekordmeister.

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Noch vor wenigen Monaten war sein Name selbst in Fachkreisen kaum bekannt. Heute steht fest: Der 17-jährige Verteidiger Ndukwe verlässt die Wiener Austria und wechselt zum englischen Rekordmeister FC Liverpool. Der Transfer ist nicht nur sportlich ein großer Schritt für den jungen Wiener, sondern auch wirtschaftlich ein Meilenstein für die Veilchen.

Rund drei Millionen Euro Ablöse fließen fix nach Favoriten, dazu kommen leistungsabhängige Bonuszahlungen sowie eine Weiterverkaufsbeteiligung. Es ist der vorläufige Höhepunkt einer Entwicklung, die kaum rasanter hätte verlaufen können.

Ein Jahr, das alles verändert

Vor einem Jahr spielte der 1,98 Meter große Abwehrspieler, Sohn einer russischen Mutter und eines nigerianischen Vaters, noch in der U18 der Austria. Im Frühjahr folgte der nächste Schritt: Der Klub zog ihn zu den Young Violets hoch, wo er erste Einsätze in der Regionalliga Ost sammelte.

Der Aufstieg ging nahtlos weiter. Ndukwe schaffte den Sprung in die ADMIRAL 2. Liga und kam auch bei Testspielen der Kampfmannschaft zum Einsatz, unter anderem gegen Hertha BSC. Im Herbst absolvierte er sieben Spiele für die Amateure, stand regelmäßig im Kader der Profis.

Bodenständig trotz Höhenflug

Trotz der rasanten Entwicklung blieb der Teenager bemerkenswert ruhig. „Es ist extrem viel passiert, aber er ist sehr klar im Kopf geblieben“, sagte Violets-Trainer Max Uhlig bereits im Oktober. „Ich habe nicht das Gefühl, dass ihn das alles belastet oder abhebt. Er ist bodenständig und immer derselbe geblieben.“

Durchbruch auf der großen Bühne

Der endgültige Durchbruch gelang Ndukwe bei der U17-Weltmeisterschaft in Katar. Als Leistungsträger führte er Österreich sensationell bis ins Finale und wurde zu einem der Gesichter des Turniers. Internationale Scouts wurden auf den Abwehrspieler aufmerksam, darunter auch eine echte Trainer-Ikone.

Arsène Wenger, FIFA-Direktor und langjähriger Arsenal-Coach, schwärmte öffentlich vom Talent des Austrianers. Ndukwe sei „einer der besten Verteidiger, die ich je in diesem Alter gesehen habe“, erklärte der Franzose und prognostizierte ihm eine Karriere in einer der Top-5-Ligen Europas.

Austria pokert

Schon vor der WM hatte die Austria erste Angebote auf dem Tisch. Eine Offerte aus der deutschen Bundesliga über rund 1,5 Millionen Euro wurde abgelehnt. Auch Liverpool näherte sich zunächst vorsichtig an, doch die neue Sportdirektion der Veilchen blieb hartnäckig.

Am Ende zahlten die „Reds“ rund drei Millionen Euro, mit Potenzial auf deutlich mehr. Für den FAK ist es einer der größten Transfers der Klubgeschichte. Ndukwe reiht sich hinter Omer Damari, Nacer Barazite und Larry Kayode als viertteuerster Abgang ein.

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