Kristoffersen kündigt Karriereende an: "Entscheidung steht zu 100 Prozent"
- Frühe Pläne und das verschobene Kristoffersen-Karriereende
- Vor dem Karriereende: Kristoffersens Rekordjagd auf der Planai
- Leben in Österreich und das Versprechen zum Karriereende
Der norwegische Ausnahmeathlet Henrik Kristoffersen hat sein Karriereende offiziell angekündigt – doch Fans dürfen vorerst aufatmen. Der Slalom-Spezialist plant, seine Skier erst nach den Olympischen Winterspielen 2030 an den Nagel zu hängen. Diese Entscheidung sei laut dem 31-Jährigen endgültig. Wie er im Interview mit der Kronen Zeitung verrät, ist das Datum für den Rücktritt von Henrik Kristoffersen fest in Stein gemeißelt.
Frühe Pläne und das verschobene Kristoffersen-Karriereende
Die Planung für den Rückzug von Henrik Kristoffersen aus dem Weltcup hat sich über die Jahre mehrfach gewandelt. „Vor zehn Jahren habe ich zu ihr gesagt, nach 2026 ist Schluss“, erinnerte sich der Norweger an frühere Gespräche mit seiner Frau. Doch die Lust am Skifahren blieb ungebrochen.
Nachdem er erst überlegte, nach der WM 2027 oder der Heim-WM 2029 in Norwegen aufzuhören, fiel die endgültige Entscheidung pro 2030: „Und wenn ich die fahre, dann kann ich Olympia 2030 auch gleich noch mitnehmen“, so Kristoffersen schmunzelnd. Bis dahin hat er klare Ziele: Er will seine drei zweiten Plätze im Gesamtweltcup toppen und endlich die fehlende Goldmedaille gewinnen. „Gold fehlt mir noch“, gibt der Techniker zu.
Vor dem Karriereende: Kristoffersens Rekordjagd auf der Planai
Bevor das Karriereende Thema wird, steht noch eine historische Bestmarke im Raum. In Schladming kämpft er um seinen fünften Slalom-Sieg, womit er Benni Raich überholen würde. „Ich will diesen fünften Sieg! Was für mich feststeht: Für den Rekord zählt nur jener im Slalom, nicht der im Riesentorlauf“, stellt er gegenüber der Krone klar.
Schladming bleibt für ihn der wichtigste Ort im Kalender: „Für die Slalomfahrer ist das wichtigste Rennen jenes in Schladming. Natürlich hat Kitzbühel eine deutlich längere Tradition – aber für mich ist der Slalom auf der Planai trotzdem größer.“ Trotz unschöner Erinnerungen an geworfene Schneebälle in der Vergangenheit freue er sich auf die „supercoolen Rennen“.
Leben in Österreich und das Versprechen zum Karriereende
Seit 2016 lebt Kristoffersen in Österreich und fühlt sich in seiner Wahlheimat pudelwohl. „Der österreichische Pass wäre jetzt noch toll“, scherzt er im Gespräch. Doch so sehr er das Leben als zweifacher Vater in den Bergen genießt, steht das Versprechen gegenüber seiner Familie über allem.
Die Entscheidung für das Karriereende 2030 sei vor allem ein familiäres Commitment: „Wenn das Material passt, ich körperlich und mental fit bleibe und um Siege mitfahren kann, ist nach Olympia 2030 Schluss. Diese Entscheidung steht zu 100 Prozent. Das habe ich meiner Frau versprochen.“