Kristoffersen zynisch über Piste: "Kann ja nicht viel sagen"
- Extreme Bedingungen beim Schladming Riesentorlauf
- Henrik Kristoffersen: Schweigen mit versteckter Spitze
- Kritik an der Piste: Kristoffersen und das Feld einig
- Nach der Verwarnung: Kristoffersen unter Beobachtung
Beim legendären Nightrace auf der Planai zeigt Henrik Kristoffersen im Schladminger Riesentorlauf erneut starke Nerven. Auf einer extrem vereisten Piste kämpft der Norweger um den Anschluss an die Weltspitze, während er sich nach seinem jüngsten Eklat im Interview auffallend zurückhaltend präsentiert. Wir blicken auf einen dramatischen ersten Durchgang unter Flutlicht.
Extreme Bedingungen beim Schladminger Riesentorlauf
Der Start mit der Nummer eins brachte für Henrik Kristoffersen beim Schladminger Riesentorlauf 2026 keinen Vorteil. Die Planai präsentierte sich „pickelhart“ und stellenweise völlig vereist. Jeder kleinste Fehler auf dem glatten Untergrund kostete wertvolle Zehntelsekunden. Schon nach den ersten Toren wurde deutlich, dass der Norweger mit den tückischen Verhältnissen kämpfte und im Ziel einen deutlichen Rückstand auf die Bestzeit aufriss.
Henrik Kristoffersen: Schweigen mit versteckter Spitze
Vor dem ORF-Mikrofon zeigte sich Kristoffersen nach dem ersten Lauf betont ruhig, aber mit dem gewohnt schelmischen Grinsen. „Was kann ich denn sagen? Nach Wengen kann ich ja nicht viel sagen“, erklärte er gegenüber Rainer Pariasek. Auf die direkte Frage zur Pistenpräparierung wich er geschickt aus: „Ich glaube, andere haben da sicher was dazu gesagt. Ich hoffe, dass andere was sagen.“
Es war eine deutliche Anspielung auf seinen aktuellen Konflikt mit der FIS-Führung.
Kritik an der Piste: Kristoffersen und das Feld einig
Trotz seiner offiziellen Zurückhaltung ließ sich Henrik Kristoffersen zu einer fachlichen Einschätzung hinreißen: „Ich glaube, in 14 Jahren im Weltcup habe ich noch nie so einen eisigen Riesentorlauf erlebt.“
Diese Wahrnehmung teilten auch seine Konkurrenten. Der Halbzeitführende Lucas Pinheiro Braathen bestätigte den Eindruck fast wortgleich und sprach vom „eisigsten Rennen meiner Karriere“. Die Piste in Schladming glänzte unter dem Flutlicht wie eine Eishalle. Hans Knauß verglich die Piste im Live-Kommentar mit "Holiday on Ice".
Nach der Verwarnung: Kristoffersen unter Beobachtung
Der Hintergrund für Kristoffersens ungewohnte Wortkargheit liegt in Wengen. Dort war er mit FIS-Renndirektor Markus Waldner aneinandergeraten, was eine offizielle Verwarnung nach sich zog. „Kann leider nichts mehr sagen“, lautete sein Kommentar bereits am vergangenen Wochenende. Auch beim Schladminger Riesentorlauf blieb er dieser Linie treu, ließ aber zwischen den Zeilen durchblicken, dass die Pisten-Debatte für ihn noch lange nicht beendet ist.