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Tätowierer Helmut Zeiner posiert für ein Foto mit Fußballer David Alaba
Tätowierer Helmut Zeiner ist tot. "Slimheli" war mit Fußballgrößen wie David Alaba und Marko Arnautovic befreundet.
Tätowierer Helmut Zeiner ist tot. "Slimheli" war mit Fußballgrößen wie David Alaba und Marko Arnautovic befreundet.
Screenshot/Facebook.com/Helmut Zeiner

Herzinfarkt: Alaba und Arnautovic trauern um Freund

27.01.2026 um 10:04, Marcel Toifl
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Promi-Tätowierer Helmut Zeiner ist tot. Der Wiener Star-Künstler "Slimheli" hat auf seiner Ranch im Südburgenland einen Herzinfarkt erlitten.

Der bekannte Tätowierer Helmut Zeiner, besser bekannt als „Slimheli“, ist tot. Er wurde nur 58 Jahre alt. In der Nacht auf Montag verstarb der Wiener auf seiner Ranch im Südburgenland an den Folgen eines Herzinfarkts. Weggefährten wie Marko Arnautovic und David Alaba trauern um einen engen Freund, der sein bewegtes Leben stets mit schonungsloser Offenheit geteilt hat.

Jugend und erste Schritte: Eine harte Schule

Helmut Zeiner wuchs im 22. Wiener Gemeindebezirk auf. Er nannte seine Kindheit oft „wild“ und sprach offen über frühe Fehler. In einem Standard-Gastbeitrag erzählte er einst: „Es hat Zeiten gegeben, da hat fast jede Woche die Polizei bei uns geläutet, weil ich irgendetwas ausgefressen hab.“

Besonders prägend war eine Haftstrafe mit nur 14 Jahren: „Zwei Tage nach meinem vierzehnten Geburtstag haben sie mich verhaftet. Ich bin viereinhalb Monate gesessen... Das war schon ordentlich eine in die Gosch’n.“

Breakdance und Eishockey: Erfolge im Sport

Der Sport wurde für Zeiner zum Rettungsanker. 1984 krönte er sich zum ersten Breakdance-Meister Österreichs. Später wechselte er zum Eishockey, wo er unter anderem für Stadlau und das Junioren-Nationalteam auflief. „Ich war kein Techniker, aber unheimlich schnell, mich hat keiner erwischt.“, erinnerte sich der Athlet stolz an seine Zeit auf dem Eis.

Weg zur Tätowierkunst: Autodidakt zum Star-Stecher

Nach seiner sportlichen Karriere entdeckte Helmut Zeiner seine Leidenschaft als Tätowierer. Er brachte sich das Handwerk selbst bei – die ersten Versuche startete er an seiner Familie und sich selbst. Einen großen Teil seines Erfolges schrieb er seiner Frau Michaela zu: „Der Michaela verdanke ich, dass mein Leben jetzt so ausschaut... Ohne sie wär ich ganz woanders oder gar nicht mehr da.“

Mit seinem Studio in Wien wurde er zur ersten Adresse für Profisportler und Prominente. Zu seinen Kunden zählten unter anderem David Alaba, Aleksandar Dragovic und Franck Ribery.

Freundschaft mit Marko Arnautovic: Vertrauter der Stars

Als Tätowierer war „Slimheli“ weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt. Besonders eng war die Verbindung zum gebürtigen Floridsdorfer. Aus geschäftlichen Terminen wurde eine tiefe Freundschaft. Zeiner flog regelmäßig nach England oder Italien, um Arnautovic zu tätowieren. „Ich sag Dillo zu ihm, er antwortet mit ‚Halt die Pappn‘. So schaut das aus, wenn wir uns begrüßen“, beschrieb Zeiner das herzliche Verhältnis.

Neuanfang im Südburgenland und plötzlicher Tod

Nach schweren gesundheitlichen Warnschüssen im Jahr 2015 suchte Zeiner die Ruhe. Gemeinsam mit seiner Frau pachtete er die Pferderanch „Hacienda del Piero“ in Poppendorf. Dort lebte er abseits des Wiener Trubels. Erst im Dezember 2024 lud er Freunde und Weggefährten zu einem letzten gemeinsamen Punsch auf die Ranch.

Dass Helmut Zeiner nun tot ist, hinterlässt eine tiefe Lücke. Er starb an einem erneuten Herzinfarkt und hinterlässt eine Frau sowie drei Söhne. Sein Buch „Slimheli – Wir leben in einer perversen Welt“ bleibt als bleibendes Vermächtnis einer Wiener Legende.

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