Hoeneß packt aus: ÖFB-Trainer war Bayerns Plan A
Inhalt
- Glasner als Wunschlösung
- Wechsel scheiterte an Crystal Palace
- Kompany rückt ins Zentrum
- Schnelle Entscheidung
- Kompany überzeugt sportlich
Mit einer überraschenden Aussage sorgt Uli Hoeneß für Aufsehen. Der Ehrenpräsident des FC Bayern München bestätigt nun offiziell im Interview mit dem "kicker": Oliver Glasner wäre beinahe Trainer des deutschen Rekordmeisters geworden. Der Österreicher stand bei der Trainersuche ganz oben auf der Liste, doch der Wechsel scheiterte.
Glasner als Wunschlösung
Wie Hoeneß im Interview mit dem „kicker“ erklärte, war der aktuelle Bayern-Coach Vincent Kompany ursprünglich nicht die erste Wahl. „Wir waren anfangs skeptisch, er war die Nummer vier oder fünf, mit der wir gesprochen haben“, so Hoeneß.
Ganz oben auf der Wunschliste standen andere Namen: Neben Julian Nagelsmann und ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick war vor allem Oliver Glasner ein heißer Kandidat.
Wechsel scheiterte an Crystal Palace
Der Deal mit Glasner war offenbar bereits weit fortgeschritten. „Er wäre gekommen, hätte ihn Crystal Palace freigegeben“, erklärte Hoeneß. Doch genau daran scheiterte der Wechsel. Der englische Klub stellte sich quer und erklärte seinen Trainer für unverkäuflich. Damit war der Weg nach München für Glasner blockiert.
Kompany rückt ins Zentrum
Erst nach dem gescheiterten Versuch, Glasner zu verpflichten, rückte Vincent Kompany stärker in den Fokus. Um sich abzusichern, holten sich die Bayern sogar prominenten Rat ein: Pep Guardiola, der lange mit Kompany zusammengearbeitet hatte, wurde kontaktiert. Seine Empfehlung fiel eindeutig aus. „Wir können ihn blind nehmen“, habe Guardiola den Bayern-Verantwortlichen geraten.
Schnelle Entscheidung
Beim ersten persönlichen Treffen mit Kompany war die Entscheidung dann schnell gefallen. Auch Sportdirektor Christoph Freund und Sportvorstand Max Eberl waren dabei, als Hoeneß sich ein Bild vom Belgier machte. „Nach einer halben Stunde habe ich Max einen Stoß gegeben und den Daumen nach oben gezeigt – ich wusste: Das ist er!“, erinnert sich Hoeneß.
Kompany überzeugt sportlich
Rückblickend scheint die Entscheidung aufgegangen zu sein. Kompany konnte den FC Bayern stabilisieren und wieder zu einem Spitzenteam formen. Seine Bilanz spricht für sich: 74 Siege aus 98 Spielen.
Während Kompany in München erfolgreich arbeitet, blieb Glasner bei Crystal Palace. Doch auch für den Österreicher könnte sich bald eine neue Tür öffnen. Spätestens im Sommer wird ihm eine Veränderung nachgesagt.