ÖFB kämpft um WM-Aufstieg: Das ist die Ausgangslage
Inhalt
- Blick auf die Konkurrenz
- Rangnick sieht einen Vorteil
- Klare Ansage aus dem ÖFB-Team
- Offensive muss deutlich zulegen
- Baumgartner-Aus bleibt ein Problem
- Gruppe J: Endspiel um den Aufstieg
Für Österreich steht bei der Fußball-Weltmeisterschaft das bisher wichtigste Spiel des Turniers bevor. Am Sonntag trifft das Team von Ralf Rangnick auf Algerien und kämpft um den Einzug in die K.-o.-Phase.
Die Ausgangslage scheint auf den ersten Blick günstig: Ein Unentschieden dürfte für den Aufstieg reichen. Dennoch richtet sich der Blick im ÖFB-Lager auch auf die Tabelle der besten Gruppendritten, denn dort spitzt sich die Situation immer weiter zu.
Blick auf die Konkurrenz
Nach den bisherigen Ergebnissen des dritten Gruppenspieltags haben sich mehrere Mannschaften bereits als starke Gruppendritte positioniert. Schweden, Ecuador und Bosnien-Herzegowina stehen bereits sicher im Sechzehntelfinale. Paraguay besitzt ebenfalls beste Chancen auf das Weiterkommen.
Für Österreich bedeutet das: Eine Niederlage könnte das Aus bedeuten, während ein Punktgewinn die Tür zur K.-o.-Phase weit öffnen würde. Da die besten acht Gruppendritten ebenfalls weiterkommen, spielen auch die Ergebnisse in den anderen Gruppen eine wichtige Rolle.
Rangnick sieht einen Vorteil
Dass Österreich als eine der letzten Mannschaften in der Gruppenphase im Einsatz ist, könnte sich als Vorteil erweisen. Vor dem Anpfiff wird bereits feststehen, welche Resultate für den Aufstieg tatsächlich notwendig sind.
Teamchef Ralf Rangnick bezeichnete diese Ausgangslage als Vorteil, da sich seine Mannschaft auf die konkrete Situation einstellen könne. Trotz aller Rechenspiele wollen die Österreicher jedoch keine taktischen Spielchen betreiben.
Klare Ansage aus dem ÖFB-Team
Die Marschroute ist eindeutig. Der verletzte Christoph Baumgartner machte stellvertretend für die Mannschaft klar: „Wir werden auf jeden Fall auf Sieg spielen.“
Auch Verteidiger Stefan Posch fordert mehr Mut im Offensivspiel. „Wir müssen mutig sein, Chancen kreieren und Gefahr ausstrahlen.“ Nach den bisherigen WM-Auftritten besteht genau dort noch Luft nach oben.
Offensive muss deutlich zulegen
Ein Blick auf die Statistik zeigt, wo Österreich derzeit Probleme hat. Mit lediglich 16 Torabschlüssen nach zwei Gruppenspielen zählt das ÖFB-Team zu den schwächeren Offensivmannschaften des Turniers. Nationen wie Jordanien oder Kap Verde verzeichneten bislang sogar mehr Abschlüsse. Besonders auffällig: Die Stürmer erzielten in diesem Kalenderjahr bislang nur zwei der zehn österreichischen Länderspieltore.
ORF-Experte Andreas Herzog sieht deshalb Verbesserungsbedarf. „Wir müssen zielstrebiger und dynamischer werden.“
Baumgartner-Aus bleibt ein Problem
Zusätzlich fehlt mit Christoph Baumgartner einer der wichtigsten Offensivspieler verletzungsbedingt. Gegen Jordanien und Argentinien versuchten Konrad Laimer beziehungsweise Paul Wanner dessen Rolle zu übernehmen, doch Baumgartners Dynamik konnte bislang niemand vollständig ersetzen.
ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel bleibt dennoch optimistisch. „Fakt ist, dass uns mit Christoph Baumgartner ein absoluter Schlüsselspieler ausgefallen ist. Aber wir werden für dieses Spiel eine Lösung finden.“
Gruppe J: Endspiel um den Aufstieg
In Gruppe J ist die Entscheidung gefallen, zumindest an der Spitze. Argentinien steht nach dem 2:0 gegen Österreich bereits fix im Sechzehntelfinale. Dahinter kommt es zum direkten Showdown: Algerien hat sich mit einem 2:1-Sieg gegen Jordanien zurückgemeldet und hält nun ebenfalls bei drei Punkten.
Damit kommt es am letzten Spieltag zum Endspiel um Platz zwei zwischen Österreich und Algerien. Während Jordanien nach der zweiten Niederlage ausgeschieden ist, geht es für das ÖFB-Team um alles. Die Ausgangslage ist klar: Ein Sieg bringt den Aufstieg, bei einer Niederlage droht das Aus.
| # | Mannschaft | Sp | S | U | N | Tore | Pkte |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Argentinien | 2 | 2 | 0 | 0 | 5:0 | 6 |
| 2 | Österreich | 2 | 1 | 0 | 1 | 3:3 | 3 |
| 3 | Algerien | 2 | 1 | 0 | 1 | 4:5 | 3 |
| 4 | Jordanien | 2 | 0 | 0 | 2 | 2:6 | 0 |