Supercup-Krimi: Villa schockt PSG kurz vor der Pause
- Kvaratskhelia bringt PSG in Führung
- Aston Villa wird immer gefährlicher
- Madjo schlägt kurz vor der Pause zu
- Supercup zur Halbzeit völlig offen
Der Kampf um den UEFA-Supercup in Salzburg entwickelt sich zu einem offenen Schlagabtausch. Paris Saint-Germain ging gegen Aston Villa zunächst durch Khvicha Kvaratskhelia in Führung, konnte den Vorsprung aber nicht in die Kabine retten. Unmittelbar vor der Pause schlugen die Engländer zurück.
Brian Madjo erzielte in der 45. Minute das 1:1. Der Treffer kam keineswegs aus dem Nichts: Aston Villa hatte PSG nach dem Rückstand zunehmend unter Druck gesetzt und zuvor bereits mehrere gute Möglichkeiten auf den Ausgleich vergeben.
Kvaratskhelia bringt PSG in Führung
Zu Beginn hatte noch Paris das Kommando übernommen. Der Champions-League-Sieger kontrollierte über weite Strecken den Ball und kam nach rund 20 Minuten erstmals richtig auf Touren. Kurz vor dem Führungstreffer musste Villa-Torhüter Bizot bereits gegen einen abgefälschten Versuch von Désiré Doué eingreifen.
Wenig später war er machtlos. PSG gewann den Ball nach aggressivem Gegenpressing schnell zurück. Doué bediente Khvicha Kvaratskhelia auf der linken Seite des Strafraums. Der Georgier ließ seinen Gegenspieler mit einer kurzen Bewegung stehen und zog anschließend wuchtig ab.
Der Ball schlug hoch im kurzen Eck ein und brachte PSG in der 20. Minute mit 1:0 in Führung. Zu diesem Zeitpunkt schien Paris das Geschehen zunehmend unter Kontrolle zu bekommen.
Aston Villa wird immer gefährlicher
Aston Villa ließ sich vom Rückstand allerdings nicht beeindrucken. Die Mannschaft von Trainer Unai Emery wurde offensiver und erarbeitete sich innerhalb weniger Minuten mehrere gefährliche Situationen. Besonders der erst 17-jährige Brian Madjo rückte dabei immer stärker in den Mittelpunkt.
In der 28. Minute hatte der Youngster den Ausgleich bereits auf dem Kopf. John McGinn flankte von rechts in den Strafraum, Madjo stieg frei hoch und setzte seinen Aufsetzer nur knapp neben den linken Pfosten.
Sechs Minuten später bot sich dem Stürmer die nächste Möglichkeit. Nach einem schnellen Angriff über Hemmings bekam Madjo den Ball im Strafraum zurück, schlenzte seinen Abschluss aber knapp am rechten Pfosten vorbei.
PSG hatte zu diesem Zeitpunkt deutlich an Dominanz verloren. Der französische Spitzenklub zog sich phasenweise zurück und überließ Aston Villa mehr Ballbesitz. Die Engländer nutzten den zusätzlichen Raum und kamen immer häufiger gefährlich vor das Pariser Tor.
Madjo schlägt kurz vor der Pause zu
Besonders bitter für Aston Villa: In der 41. Minute vergab Madjo eine weitere Großchance. Nach einer Ecke brachte McGinn den Ball erneut gefährlich vor das Tor. Marquinhos ließ dem Villa-Stürmer zu viel Platz, doch dessen Kopfball aus kurzer Distanz flog deutlich über die Latte.
Madjo ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. In der 45. Minute bekam der 17-Jährige seine nächste Gelegenheit und diesmal nutzte er sie. Nach Vorarbeit von John McGinn erzielte er den verdienten Ausgleich für die Engländer.
Damit belohnte sich Aston Villa unmittelbar vor dem Pausenpfiff für eine starke Phase. Gleichzeitig wurde aus einer zunächst kontrollierten PSG-Führung innerhalb von 25 Minuten wieder ein völlig offenes Finale.
Supercup zur Halbzeit völlig offen
Zur Pause steht es im Stadion Salzburg 1:1. PSG hatte zunächst mehr Ballbesitz und durch Kvaratskhelia auch den ersten Treffer erzielt. Aston Villa zeigte danach jedoch, dass sich die Engländer keineswegs mit einer Nebenrolle zufriedengeben.
Vor allem Madjo bereitete der Pariser Defensive immer größere Schwierigkeiten. Nach mehreren vergebenen Möglichkeiten belohnte sich der Youngster schließlich doch noch mit seinem Treffer.