Kühbauer nach 3:1: „Sieg der Mentalität“
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Nach dem 3:1-Erfolg des LASK gegen Rapid Wien standen vor allem die Reaktionen der Beteiligten im Fokus. Während die Linzer vom möglichen Double träumen, herrscht bei Rapid Ernüchterung, entsprechend unterschiedlich fielen die Aussagen nach dem Spiel aus.
LASK-Trainer Dietmar Kühbauer zeigte sich zufrieden, aber auch selbstkritisch. Vor allem der Beginn gefiel ihm gar nicht: „Die ersten 15 Minuten waren wir Passagier. Gegen Rapid darfst du nicht reagieren, da musst du agieren.“
Umso beeindruckter war er von der Reaktion seiner Mannschaft nach der Pause. „Zur Halbzeit haben wir Dinge angesprochen – fantastisch, dass die Jungs das so umgesetzt haben.“ Für Kühbauer war der Sieg vor allem eine Frage der Einstellung: „Das war ein Sieg der Mentalität und der Leidenschaft.“
Rapid hadert mit Details
Ganz anders die Stimmung im Lager der Wiener. Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup analysierte die Niederlage nüchtern, zeigte sich aber deutlich enttäuscht über den Spielverlauf.
„Wir haben das Spiel gut begonnen, dann haben ein paar kleine Details entschieden“, erklärte der Däne. Besonders bitter: Trotz früher Führung konnte sein Team das Spiel nicht kontrollieren.
Thorup machte klar, dass die Titelchance damit endgültig dahin ist: „Die erste Position ist außer Reichweite.“ Gleichzeitig richtete er den Fokus sofort auf die kommenden Aufgaben: „Wir attackieren jetzt die anderen Plätze.“
Frust rund um Seidl
Auch die Szene rund um Matthias Seidl in der Nachspielzeit wurde thematisiert. Rapids Kapitän hatte nach einem Foul die Rote Karte gesehen und fehlt damit im kommenden Wiener Derby.
Thorup wollte die Situation nicht überdramatisieren, stellte aber klar: „Das ist nicht die Situation, die wir uns erhoffen.“ Die Emotionen seien verständlich, dennoch müsse man solche Aktionen vermeiden.
Die Szene unterstrich die Frustration, die sich bei Rapid im Laufe der Partie aufgebaut hatte, besonders nach der Wende des LASK in der zweiten Hälfte.
LASK blickt Richtung Titel
Während Rapid die Niederlage aufarbeitet, richtet sich der Blick beim LASK bereits nach vorne. Der Sieg bringt die Linzer in eine hervorragende Ausgangsposition im Titelrennen. Kühbauer wollte dennoch nicht zu weit vorausblicken: „Wir haben am Sonntag ein wichtiges Spiel.“ Gleichzeitig betonte er die Qualität des kommenden Gegners und warnte davor, nachzulassen.
Dennoch ist die Euphorie spürbar. Nach dem Cupsieg lebt nun auch der Traum vom Meistertitel und damit vom Double.
Fokus auf das Derby
Bei Rapid geht es nun vor allem darum, die Saison noch positiv abzuschließen. Das Wiener Derby gegen Austria steht unmittelbar bevor und gewinnt durch die aktuelle Situation zusätzlich an Bedeutung. Thorup zeigte sich kämpferisch: „Die Spieler werden Richtung Sonntag alles geben.“ Auch wenn der Titel außer Reichweite ist, soll zumindest im Derby eine Reaktion folgen.