Frankreich – Spanien: Mbappé spricht nach dem bitteren WM-Aus Klartext
Inhalt
- Frankreich – Spanien: „Wir haben nicht unser Spiel gemacht“
- Der Traum vom Finale zerplatzt
- Spanien nimmt Frankreich jede Chance
- Auch Cherki findet deutliche Worte
- Mbappé übernimmt die Verantwortung
Die Enttäuschung steht den französischen Spielern ins Gesicht geschrieben. Nach der 0:2-Niederlage im WM-Halbfinale gegen Spanien ist der große Traum vom Titel geplatzt. Statt erneut um den Weltmeisterpokal zu kämpfen, muss sich Frankreich mit dem schmerzhaften Aus auseinandersetzen. Kapitän Kylian Mbappé sucht nach dem Schlusspfiff keine Ausreden. Vielmehr analysiert der Superstar die Niederlage schonungslos ehrlich und macht deutlich, warum die Équipe Tricolore den Sprung ins Finale verpasst hat.
Frankreich – Spanien: „Wir haben nicht unser Spiel gemacht“
Im Interview mit dem französischen Sender M6 nimmt Kylian Mbappé kein Blatt vor den Mund. Für ihn steht fest, dass Frankreich in keinem Bereich an seine gewohnte Leistung herangekommen ist.
„Ich denke, wir haben nicht das Spiel gemacht, das wir machen wollten, weder taktisch noch technisch noch in Bezug auf das Gesamtlevel, das wir gezeigt haben. Und wenn du in einem WM-Halbfinale nicht das machst, was du machen sollst, gewinnst du nicht.“
Mit diesen Worten bringt der Kapitän auf den Punkt, was Millionen französische Fans während der gesamten Partie beobachten mussten. Gegen die spielstarken Spanier fand Frankreich nie richtig ins Spiel und blieb weit hinter den eigenen Erwartungen zurück.
Der Traum vom Finale zerplatzt
Besonders schmerzhaft ist für Mbappé, dass die Mannschaft ihrem Land keinen weiteren unvergesslichen Fußballabend schenken konnte. Frankreich wollte ins Finale einziehen und Geschichte schreiben, doch stattdessen endet die Reise bereits im Halbfinale.
„Es war ein Traum für uns, ins Finale zu kommen, unserem Land die Möglichkeit zu geben, weiter zu träumen und Geschichte zu schreiben“, erklärt der Superstar. Trotz aller Enttäuschung verliert der Kapitän jedoch nicht seine Haltung: „Wenn man gewinnt, gewinnt man mit erhobenem Haupt, also muss man, wenn man verliert, auch mit erhobenem Haupt verlieren.“
Spanien nimmt Frankreich jede Chance
Im WM-Halbfinale Frankreich – Spanien gelingt den Franzosen offensiv kaum etwas. Die hochkarätig besetzte Angriffsreihe um Kylian Mbappé, Michael Olise und Ousmane Dembélé bleibt über weite Strecken blass und entwickelt nur selten echte Gefahr. Zwischenzeitlich liegt der Expected-Goals-Wert der Équipe Tricolore bei gerade einmal 0,04, ein Wert, der die fehlende Durchschlagskraft eindrucksvoll widerspiegelt.
Spanien kontrolliert dagegen das Spiel, lässt Ball und Gegner laufen und zwingt Frankreich immer wieder hinterherzulaufen. Die Iberer bestimmen das Tempo und lassen den Franzosen kaum Räume, ihre Stärken auszuspielen.
Auch Cherki findet deutliche Worte
Auch Rayan Cherki, der in der zweiten Halbzeit eingewechselt wird, spart nach dem Schlusspfiff nicht mit Selbstkritik. Für ihn war nicht der Wille das Problem, sondern die Überlegenheit des Gegners.
„Ich habe versucht, das Spiel zu drehen. Ich glaube nicht, dass es am Willen mangelte. Taktisch waren sie besser aufgestellt, wir haben versucht, diese Probleme zu lösen, aber es hat nicht gereicht.“
Der Offensivspieler erklärt weiter, dass Spanien genau den Fußball spielen konnte, den die Mannschaft spielen wollte, während Frankreich nie seinen eigenen Rhythmus fand. Besonders bei der Balleroberung seien die Spanier überlegen gewesen. Genau dort habe Frankreich die entscheidenden Prozente vermissen lassen.
Mbappé übernimmt die Verantwortung
Nach dem bitteren WM-Aus gegen Spanien versteckt sich Kylian Mbappé nicht. Der Kapitän übernimmt Verantwortung und verzichtet bewusst auf Ausreden oder Schuldzuweisungen. Seine Analyse fällt ehrlich aus und zeigt, wie sehr ihn das verpasste Finale schmerzt. Für Frankreich endet der Traum vom WM-Titel damit im Halbfinale, doch Mbappés deutliche Worte zeigen, dass die Mannschaft die Niederlage akzeptiert und aus ihr lernen will.