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Mehrere Zigaretten liegen auf Euro-Banknoten und symbolisieren die steigenden Tabakpreise in Österreich im März 2026.
Zigaretten-Preis: Ab März 2026 werden einige Marken wieder teurer.
Zigaretten-Preis: Ab März 2026 werden einige Marken wieder teurer.
CatherineL-Prod / iStock

Zigaretten-Preis steigt im März erneut

25.02.2026 um 09:19, Stefanie Hermann
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Der Zigaretten-Preis in Österreich steigt im März 2026 erneut. Welche Marken betroffen sind, wie die Tabaksteuer funktioniert und was Camel anders macht.

Die Zigaretten-Preise steigen im März 2026 erneut. Nach der jüngsten Preiserhöhung im Februar folgt nun die nächste Runde, Raucherinnen und Raucher in Österreich müssen ab März erneut mehr bezahlen. Ursache ist die neue Tabaksteuer, die Tabakwaren in mehreren Etappen verteuert. Die Maßnahme betrifft als Teil einer umfassenden Reform auch Nikotinbeutel und E-Zigaretten.

Zigaretten-Preise steigen im März 2026 erneut

Bereits seit diesem Monat müssen Raucher deutlich tiefer in die Tasche greifen. Bekannte Marken haben die Zigaretten-Preise spürbar erhöht. Seit Februar kostet eine Packung Marlboro Rot sieben Euro. Auch die Traditionsmarke „Meine Sorte“ ist um rund 30 Cent teurer. Mit Anfang März ziehen weitere Hersteller nach. Betroffen sind jetzt vor allem weniger bekannte Marken wie Sobranie sowie Produkte aus dem Premiumsegment. Auf der offiziellen Liste der Monopolverwaltung stehen unter anderem Zigarren wie die Montecristo Edmundo.

 

Diese Händler erhöhen den Zigaretten-Preis im März

Nach dem aktuellen Stand vom 25. Februar passen mehrere Unternehmen ihre Preise an: TOB GmbH & Co KG am 1. und 2. März, Rauch Tabak KG am 2. März sowie House of Smoke Gunz GmbH ebenfalls ab 2. März. Damit erreicht die zweite Preiswelle nun auch kleinere Anbieter und Spezialmarken.

So setzt sich die Steuer auf Zigaretten zusammen

Die Tabaksteuer besteht aus einem Fixbetrag von 85,50 Euro pro 1.000 Stück und einem variablen Anteil von 32 Prozent des Verkaufspreises. Dieses Modell soll die Einnahmen des Staates stabilisieren und gleichzeitig den Tabakkonsum weiter eindämmen. Allein 2026 rechnet das Finanzministerium mit Mehreinnahmen von rund 100 Millionen Euro aus der Tabaksteuer.

Restbestände laufen aus

In den Trafiken sind derzeit noch Packungen mit alten Steuerbanderolen erhältlich. Diese Restbestände stammen aus früheren Lieferungen und sind günstiger. Sobald sie verkauft sind, gelten ausschließlich die neuen Preise. Viele Raucherinnen und Raucher erleben daher im März einen spürbaren doppelten Preisschub.

Kleine Ausnahme: Camel senkt den Preis

Eine kleine Ausnahme gibt es aber. Während alle anderen Hersteller die Preise erhöhen, senkt die Marke Camel den Preis für ausgewählte Sorten. Einige Packungen werden im März sogar um zehn Cent günstiger. Die Entlastung bleibt jedoch nur vorübergehend, ab April steigt der Preis erneut. Laut Branchenangaben betrifft die Senkung vor allem Camel Blue, Camel Yellow und Camel White 100s. Der Preis fällt dadurch von 6,90 auf 6,80 Euro pro Packung.

Neue Regeln für E-Zigaretten und Nikotinbeutel

Ab April 2026 unterliegen auch Nikotinbeutel und E-Liquids erstmals dem österreichischen Tabakmonopol. Ab dann dürfen sie nur noch in Trafiken oder in lizenzierten Dampfershops verkauft werden. Das Monopolsystem soll einheitliche Kontrollstandards schaffen und den Jugendschutz verbessern. Gleichzeitig wird durch die neue Steuer auch hier der Verkaufspreis deutlich steigen.

Für Einweg-E-Zigaretten ist bis Ende 2026 ein vollständiges Verbot vorgesehen. Österreich folgt damit den Vorgaben der Europäischen Union, die auf eine einheitliche Besteuerung und strengere Regulierung aller Nikotinprodukte abzielt.

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