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Mattéo Guendouzi steht wegen Provokationen gegen Lyon-Fans im Mittelpunkt.
Fenerbahçe gewinnt in Lyon 2:1 und erreicht die Champions-League-Ligaphase.
Fenerbahçe gewinnt in Lyon 2:1 und erreicht die Champions-League-Ligaphase.
APA-Images / Action Press / PSNEWZ

Chaos: Champions-League-Krimi endet in wilder Schlägerei

27.08.2026 um 09:55, Yunus Emre Kurt
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Fenerbahçe zieht nach einem 2:1 in Lyon in die Champions League ein. Nach Abpfiff eskaliert die Lage, mittendrin ist Mattéo Guendouzi.

Fenerbahçe Istanbul ist zurück auf der größten Bühne des europäischen Klubfußballs, doch der sportliche Erfolg wurde von heftigen Szenen überschattet. Die Türken gewannen das Champions-League-Play-off-Rückspiel bei Olympique Lyon mit 2:1 und setzten sich nach dem 1:1 im Hinspiel mit 3:2 im Gesamtscore durch. Nach dem Schlusspfiff eskalierte die ohnehin aufgeheizte Stimmung jedoch völlig. Auf dem Rasen kam es zu Rangeleien, wenig später flogen auch im Spielertunnel die Fäuste.

Fenerbahçe schafft den Champions-League-Aufstieg

Nach dem 1:1 im Hinspiel war vor dem Rückspiel in Lyon alles offen. Vor heimischem Publikum erwischten die Franzosen zunächst den besseren Start, am Ende drehte Fenerbahçe die Partie aber und setzte sich mit 2:1 durch.

Besonders bitter für Lyon: In der dramatischen Schlussphase jubelten die Gastgeber gleich zweimal über einen vermeintlichen Treffer zum 2:2. Beide Tore wurden nach Überprüfung wieder aberkannt. Fenerbahçe brachte die knappe Führung schließlich über die Zeit und löste damit das Ticket für die Ligaphase.

Nach Abpfiff eskaliert die Situation

Mit dem Schlusspfiff entlud sich die Spannung. Zunächst gerieten Spieler beider Mannschaften auf dem Rasen aneinander. Sicherheitskräfte und Betreuer versuchten, die Beteiligten voneinander zu trennen.

Wenig später verlagerte sich die Auseinandersetzung in Richtung Spielertunnel. Auf Videos in sozialen Netzwerken sind heftige Rangeleien zu sehen. Auch Mitglieder der beiden Betreuerstäbe gerieten offenbar aneinander. Ein großes Aufgebot an Ordnern und Sicherheitskräften musste eingreifen.

Nach übereinstimmenden Medienberichten versuchten zudem einzelne Lyon-Anhänger, in den Bereich rund um den Spielertunnel vorzudringen. Die Sicherheitskräfte verhinderten eine weitere Eskalation.

Guendouzi provoziert Lyon-Fans

Im Mittelpunkt der Tumulte stand Mattéo Guendouzi. Der 27-jährige Franzose spielt mittlerweile für Fenerbahçe und kennt die Rivalität in Lyon bestens: Zwischen 2021 und 2023 lief er für Olympique Marseille, den großen Rivalen der Lyoner, auf.

Bereits beim Aufwärmen wurde Guendouzi von den Heimfans lautstark ausgepfiffen. Er reagierte mit einer obszönen Geste. Nach dem Schlusspfiff legte der Mittelfeldspieler nach, rief in Richtung der Tribünen „Allez l'OM“ und zeigte eine in Marseille bekannte Jubelgeste.

Daraufhin verschärfte sich die Situation erneut. Ein Mitglied des Lyon-Trainerstabs bewegte sich im Tunnel auf Guendouzi zu, ehe weitere Spieler und Betreuer eingriffen. Auch ein Anhänger soll versucht haben, den Fenerbahçe-Profi zu attackieren.

Fenerbahçe kehrt auf große Bühne zurück

Guendouzi erklärte nach der Partie, dass er während des gesamten Abends massive Beleidigungen gegen sich und seine Familie gehört habe. Er kritisierte, dass aus seiner Sicht nicht ausreichend dagegen eingeschritten worden sei.

Sportlich kann Fenerbahçe trotz der unschönen Szenen einen historischen Erfolg feiern. Erstmals seit der Saison 2008/09 steht der türkische Traditionsklub wieder in der Hauptrunde der Champions League.

Damit ist auch das Teilnehmerfeld für die Auslosung der Ligaphase komplett. Am Donnerstag um 18 Uhr erfahren Fenerbahçe und die übrigen Klubs, auf welche acht Gegner sie in der Königsklasse treffen werden.

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