In neuer Funktion: Ski-Legende fordert Hirscher-Wildcard
Die zweifache Weltmeisterin und Gesamtweltcup-Siegerin Alexandra Meissnitzer übernimmt eine wichtige Rolle im internationalen Skisport. Die 53-jährige Österreicherin arbeitet künftig als „Director of Strategy and Public Affairs“ beim Ski-Weltverband FIS und ist in einer Stabsstelle direkt dem neuen FIS-Präsidenten Alexander Ospelt unterstellt.
In ihrer neuen Funktion strebt Meissnitzer umfassende Reformen an und setzt sich öffentlich für eine Wildcard für Marcel Hirscher ein.
Neue strategische Rolle beim Ski-Weltverband
Noch im Juni war Meissnitzer nach kritischen Aussagen über die damalige Verbandsführung vom FIS-Kongress ausgeladen worden. Unter der Führung des neuen Präsidenten Alexander Ospelt übernimmt sie nun zentrale Aufgaben im Bereich der strategischen Weiterentwicklung, der Zusammenarbeit mit den nationalen Skiverbänden sowie der internationalen Repräsentation.
Ihr Fokus liege darauf, die Strukturen des Verbandes zu modernisieren und den Sport global neu aufzustellen.
Zukunftspläne und Neuausrichtung des Skisports
Im Interview mit den Salzburger Nachrichten erklärt Meissnitzer, dass der Skisport angesichts drängender Herausforderungen wie dem Klimawandel und Nachwuchssorgen grundlegend neu gedacht werden müsse. Dabei sollen kleinere Ski-Nationen und weniger im Rampenlicht stehende Disziplinen stärker gefördert werden.
Zudem fordert sie eine gezieltere Vermarktung der Athletinnen und Athleten. Neben höheren Preisgeldern geht es ihr um eine bessere Inszenierung der Events, um Aktive zu weltweiten Sportstars aufzubauen.
Meissnitzer befürwortet Wildcard für Marcel Hirscher
Bezogen auf den achtfachen Gesamtweltcupsieger Marcel Hirscher vertritt Meissnitzer eine deutliche Haltung. Sollte der Ausnahmekönner für ein erneutes Comeback eine Startberechtigung benötigen, würde sie ihm eine Wildcard zugestehen.
Als Beispiel nannte sie das Comeback von Lindsey Vonn, deren Wildcard ein enormer Gewinn für den Skisport gewesen sei. Hirscher habe dem alpinen Rennsport so viel gegeben, dass ihm dieses Privileg zustehe.