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Julian Nagelsmann im ZDF-Interview nach dem Paraguay Spiel.
Julian Nagelsmann reagierte nach dem WM-Aus ungewöhnlich gereizt auf Fragen im ZDF.
Julian Nagelsmann reagierte nach dem WM-Aus ungewöhnlich gereizt auf Fragen im ZDF.
APA-Images / dpa / Tom Weller

„Habe ich dreimal gesagt!“: Nagelsmann platzt der Kragen

30.06.2026 um 09:16, Yunus Emre Kurt
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Nach dem überraschenden WM-Aus lagen bei Julian Nagelsmann die Nerven blank. Im ZDF-Interview reagierte er mehrfach gereizt auf kritische Nachfragen.

Das überraschende Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2026 gegen Außenseiter Paraguay hat bei Bundestrainer Julian Nagelsmann tiefe Spuren hinterlassen. Direkt nach der Niederlage stellte sich der 38-Jährige den Fragen des ZDF und machte dabei keinen Hehl aus seiner Enttäuschung. Im Interview wirkte Nagelsmann angespannt, gereizt und mehrfach sichtlich genervt.

WM-Aus und großer Frust

Nach dem frühen K.o. war die Stimmung im deutschen Lager entsprechend schlecht. Nagelsmann sprach offen über die Enttäuschung und kritisierte unter anderem eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung. Ein aberkanntes Tor bezeichnete er zunächst als „Skandal“, später sogar als „Vollskandal“.

Dennoch machte der Bundestrainer deutlich, dass die Niederlage nicht allein an einer einzelnen Szene festzumachen sei. Die Enttäuschung über das verpasste Weiterkommen war ihm jedoch deutlich anzumerken.

Nagelsmann reagiert gereizt

Besonders während des Interviews mit ZDF-Moderatorin Lili Engels wurde die angespannte Stimmung sichtbar. Auf mehrere kritische Nachfragen reagierte Nagelsmann zunehmend kurz angebunden.

Als Engels eine Frage ergänzte, bevor der Bundestrainer seine Antwort beendet hatte, platzte ihm schließlich der Kragen. „Habe ich ja gerade gesagt, Spielvortrag war zu langsam. Das habe ich doch jetzt schon dreimal gesagt“, entgegnete Nagelsmann hörbar genervt.

Auch bei der Diskussion über das aberkannte Tor blieb die Moderatorin hartnäckig. Sie betonte, dass eine Mannschaft mit den Ansprüchen Deutschlands nicht von einer einzelnen Schiedsrichterentscheidung abhängig sein dürfe.

Klare Worte zur Zukunft

Trotz der schweren Enttäuschung wollte Nagelsmann von Rücktrittsgedanken nichts wissen. Auf entsprechende Fragen erklärte der Bundestrainer unmissverständlich, dass er weiterhin für seine Aufgabe zur Verfügung stehe.

„Ich stehe zur Verfügung. Wenn der DFB das möchte, dann mache ich die EM 2028, und wenn nicht, dann müssen sie es mir sagen“, erklärte er. Als erneut nach seiner Zukunft gefragt wurde, wiederholte Nagelsmann seine Aussage nahezu wortgleich.

Kritik und Verständnis im ZDF-Studio

Auch im Anschluss wurde das Interview im ZDF-Studio analysiert. Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein sprach von einem „schmallippigen“ Auftritt des Bundestrainers. Expertin Fritzy Kromp bezeichnete Nagelsmanns Auftreten als „dünnhäutig“.

Ex-Nationalspieler Per Mertesacker sah darin sogar einen Spiegel des gesamten Turnierverlaufs. Mit einem Schmunzeln bemerkte er, das Auftreten passe zum verdienten Ausscheiden der deutschen Mannschaft.

Rückendeckung erhielt Nagelsmann dagegen von Christian Streich. Der frühere Bundesliga-Trainer zeigte Verständnis für die emotionale Reaktion und erklärte, dass er nach einem solchen Spiel vermutlich noch gereizter reagiert hätte.

Fest steht: Nach dem enttäuschenden WM-Aus wartet auf den DFB und Julian Nagelsmann eine intensive Aufarbeitung. Die Diskussion über die Zukunft der Nationalmannschaft dürfte in den kommenden Tagen weiter an Fahrt aufnehmen.

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