ECL-Showdown: Krimi im Elfmeterschießen entschieden.
Ein echter Europacup-Krimi spielte sich am Donnerstagabend in der Generali Arena ab. Im Rückspiel der 3. Qualifikationsrunde zur UEFA Conference League musste sich Austria Wien vor heimischem Publikum den Gästen von Beitar Jerusalem nach hartem Kampf mit 1:2 geschlagen geben. Durch den 2:1-Erfolg der Wiener im Hinspiel ist der Gesamtscore mit 3:3 absolut ausgeglichen, erst im Elfmeterschießen können die Veilchen das Duell mit 4:2 i.E. entscheiden.
Atzili bringt Jerusalem in Führung
Die Wiener Veilchen, die im Vergleich zum letzten Bundesligaspiel an mehreren Positionen verändert aufliefen, erwischten einen ambitionierten Start. Bereits nach wenigen Minuten fand Hettwer im gegnerischen Torhüter seinen Meister, als er im Eins-gegen-Eins die Riesenchance auf die frühe Führung vergab. Mit fortlaufender Spieldauer übernahmen die Gäste aus Israel jedoch mehr und mehr das Kommando und nutzten die Passivität der Wiener Abwehrreihe.
In der 32. Spielminute belohnte sich das Team aus Jerusalem: Flügelstürmer Omer Atzili fasste sich aus der Distanz ein Herz und schloss mit einem präzisen Flachschuss unhaltbar ins linke Eck zum 0:1 ab. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Halbzeitpause, womit das Duell im Gesamtscore wieder komplett offen war.
Kalu erhöht – Boateng gelingt der rasche Anschluss
Die zweite Spielhälfte begann mit einem Paukenschlag für die Hausherren. Nach einer Parade von Austria-Keeper Sahin-Radlinger reagierte Kalu am schnellsten und staubte in der 56. Minute zur 2:0-Führung für Beitar Jerusalem ab. Die Veilchen standen nun mit dem Rücken zur Wand, zeigten jedoch umgehend die richtige Reaktion.
Nur zwei Minuten später eroberte Hettwer nach einer Unachtsamkeit in der Gäste-Abwehr den Ball. Seinen abgewehrten Schuss staubte Stürmer Boateng zum 1:2-Anschlusstreffer ab. Dieser Treffer stellte den Gleichstand im Gesamtscore her und entfachte neue Hoffnung bei den Heimfans.
Hektische Schlussphase ohne weiteren Treffer
In den verbleibenden Minuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Während Beitar bei einem Aluminiumtreffer von Atzili und einem wegen Abseits aberkannten Kontertor von Shua brandgefährlich blieb, drückte Austria Wien mit frischen Kräften auf den Ausgleich. Der eingewechselte Deshishku und Fischer vergaben im Finish aus aussichtsreicher Position die besten Möglichkeiten.
Da in den regulären 90 Minuten kein weiterer Treffer mehr fiel, steuert die umkämpfte Partie mit einem 3:3-Zwischenstand im Gesamtscore direkt auf die Verlängerung zu. In der Verlängerung ist kein weiteres Tor gefallen, erst im Elfmeterschießen folgte die Entscheidung für die Austria.