Dart-WM: Littler greift nach dem nächsten Titel
Inhalt
- Searle nur zu Beginn auf Augenhöhe
- Eine Machtdemonstration im Ally Pally
- Ein exklusiver Klub
- Neuer Herausforderer im Endspiel
- Eine Million Pfund als Ziel
Luke Littler bleibt das Maß aller Dinge im internationalen Dartsport. Der erst 18-jährige Engländer hat am Freitagabend im Londoner Alexandra Palace souverän das Finale der Darts-Weltmeisterschaft erreicht, bereits zum dritten Mal in Folge. Im Halbfinale ließ der Weltranglisten-Erste seinem Landsmann Ryan Searle keine realistische Chance und setzte sich mit 6:1 in Sätzen durch.
Searle nur zu Beginn auf Augenhöhe
Dabei begann die Partie zunächst ausgeglichen. Searle sicherte sich den ersten Satz und ließ auf einen spannenden Abend hoffen. Doch diese Hoffnung währte nicht lange. Littler fand schnell zu seinem Rhythmus, erhöhte spürbar das Tempo und übernahm die vollständige Kontrolle über das Spielgeschehen.
„Nach dem ersten Satz habe ich mich richtig wohl gefühlt auf der Bühne“, erklärte Littler später. „Ab da habe ich einfach mein Spiel durchgezogen.“
Eine Machtdemonstration im Ally Pally
Was folgte, war eine eindrucksvolle Vorstellung. Zwischenzeitlich gewann Littler elf Legs in Folge und ließ seinem Gegner kaum Luft zum Atmen. Mit präzisen Scores, starken Finishes und einer beeindruckenden Ruhe dominierte der Teenager das Halbfinale nach Belieben. Am Ende stand ein klarer 6:1-Erfolg, untermauert von einem Average von 105 Punkten.
Bereits im Turnierverlauf hatte Littler seine Klasse mehrfach unter Beweis gestellt. In der dritten Runde schaltete er unter anderem den österreichischen Darts-Profi Mensur Suljovic aus und untermauerte damit eindrucksvoll seine Favoritenrolle.
Ein exklusiver Klub
Mit dem erneuten Finaleinzug reiht sich Littler in einen äußerst exklusiven Kreis ein. Dreimal hintereinander im Endspiel der Darts-WM standen zuvor nur zwei Spieler: Rekordweltmeister Phil Taylor, der zwischen 1994 und 2007 unglaubliche 14 Finalteilnahmen in Serie verbuchte, sowie Gary Anderson, dem dieses Kunststück von 2015 bis 2017 gelang.
Anderson, zweifacher Weltmeister, war am Freitagabend selbst noch im Einsatz, allerdings im zweiten Halbfinale.
Neuer Herausforderer im Endspiel
Dort setzte sich der Niederländer Gian van Veen in einem intensiven Duell mit 6:3 gegen den Schotten durch und feierte damit den größten Erfolg seiner Karriere. Für van Veen ist es die erste Finalteilnahme bei einer Darts-Weltmeisterschaft. „Ich kann es noch gar nicht realisieren“, sagte er nach dem Spiel. „Im Finale im Ally Pally zu stehen, ist ein Traum.“
Eine Million Pfund als Ziel
Am Samstagabend (21.15 Uhr) kommt es nun zum großen Showdown im Alexandra Palace. Für Littler geht es nicht nur um die erfolgreiche Titelverteidigung, sondern auch um ein Rekordpreisgeld von einer Million Pfund – umgerechnet rund 1,15 Millionen Euro. „Finale ist immer etwas Besonderes“, sagte Littler. „Aber ich weiß, was mich erwartet – und ich bin bereit.“