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Christoph Baumgartner beim Aufwärmen vor einem Länderspiel.
Christoph Baumgartner möchte dem ÖFB-Team in die USA nachreisen.
Christoph Baumgartner möchte dem ÖFB-Team in die USA nachreisen.
APA-Images / Pressefoto Scharinger / Daniel Scharinger

Trotz Verletzung: Baumgartner gibt WM-Traum nicht auf

08.06.2026 um 15:24, Yunus Emre Kurt
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Christoph Baumgartner fällt für die Fußball-WM aus. Ganz verzichten will der ÖFB-Star auf das Turnier aber offenbar nicht und überrascht mit einem Plan.

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Die Enttäuschung über das WM-Aus sitzt tief. Christoph Baumgartner wird Österreich bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko nicht auf dem Platz helfen können. Doch ganz auf das Turnier verzichten will der Offensivspieler offenbar nicht. 

Wie mehrere Teamkollegen nun verrieten, plant der verletzte ÖFB-Star eine Reise ins Teamquartier nach Kalifornien. Dort soll er die Mannschaft unterstützen, nicht als Spieler, sondern als Motivator und emotionaler Rückhalt.

Erste Reaktion überrascht Teamkollegen

Für viele Spieler wäre eine schwere Verletzung unmittelbar vor einem Großereignis ein schwerer Schlag. Bei Baumgartner war das offenbar anders. Wie Konrad Laimer berichtete, habe der 26-Jährige unmittelbar nach Bekanntwerden seines WM-Ausfalls vor allem an die Mannschaft gedacht. 

„Als klar war, dass er ausfällt, war das Erste, das er gesagt hat, dass er unbedingt herkommen will“, erzählte Laimer. Sobald die Ärzte grünes Licht für einen Flug geben, wolle Baumgartner nach Kalifornien reisen und das Team unterstützen.

Operation bereits erfolgreich durchgeführt

Baumgartner hatte sich kurz vor dem Testspiel gegen Tunesien beim Aufwärmen schwer verletzt. Die Diagnose: eine Verletzung im Oberschenkel-Adduktorenbereich. Mittlerweile wurde der Offensivspieler erfolgreich operiert. 

Anstatt sich komplett zurückzuziehen, will er nun weiterhin Teil der Mannschaft bleiben. Für seine Kollegen ist das alles andere als selbstverständlich.

„Er möchte uns Kraft geben“

Besonders beeindruckt zeigt sich Romano Schmid. Der Werder-Bremen-Profi kennt Baumgartner seit vielen Jahren und weiß, wie hart ihn der Ausfall getroffen hat. „Manche Spieler fallen in ein tiefes Loch, aber er ist sofort für uns da und möchte uns Kraft geben“, erklärte Schmid. Gerade deshalb wird Baumgartners mögliche Anwesenheit im Teamcamp von vielen Spielern begrüßt.

Schmid könnte Baumgartner ersetzen

Sportlich hinterlässt der Ausfall des Leipzig-Legionärs allerdings eine große Lücke. Baumgartner zählt zu den wichtigsten Offensivspielern im System von Teamchef Ralf Rangnick. Eine direkte Nachnominierung hat es bislang nicht gegeben. 

Als möglicher Ersatz in der Startelf gilt unter anderem Romano Schmid. Der Mittelfeldspieler sieht seine Stärken zwar im Zentrum, kann aber auch auf der rechten Seite eingesetzt werden.

Konkurrenzkampf vor WM-Auftakt

Die Situation wird zusätzlich durch die starke Konkurrenz im Mittelfeld verschärft. Mit Paul Wanner und Carney Chukwuemeka stehen zwei weitere Kandidaten bereit, die sich Hoffnungen auf einen Platz in der Startelf machen. Schmid gibt sich dennoch selbstbewusst. „Es ist schon so, dass ich spielen will und selbstbewusst genug bin, dass ich spielen kann“, erklärte der 25-Jährige.

Der Ausfall Baumgartners trifft Schmid auch persönlich. Die beiden kennen sich bereits seit ihrer gemeinsamen Zeit in den ÖFB-Nachwuchsteams. Eine besondere Geschichte verbindet sie bis heute. Als Baumgartner 2016 verletzungsbedingt die U17-EM-Qualifikation verpasste, wurde Schmid nachnominiert und schoss Österreich mit seinem Treffer gegen Frankreich zur Endrunde. „Er war der Erste, der mir geschrieben und gratuliert hat“, erinnerte sich Schmid.

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