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Österreich vs. Tunesien: Startelf der österreichischen Nationalmannschaft.
Österreich gewann die WM-Generalprobe gegen Tunesien mit 1:0.
Österreich gewann die WM-Generalprobe gegen Tunesien mit 1:0.
APA-Images / APA / GEORG HOCHMUTH

Trotz Rot: ÖFB feiert Sieg vor dem USA-Abflug

02.06.2026 um 08:20, Yunus Emre Kurt
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Österreich gewann die letzte WM-Generalprobe gegen Tunesien mit 1:0. Trotz einer frühen Roten Karte für Konrad Laimer zeigte die Rangnick-Elf Moral.

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Österreichs Nationalteam hat die letzte Generalprobe vor der Weltmeisterschaft erfolgreich bestanden. Die Mannschaft von Teamchef Ralf Rangnick setzte sich am Montagabend im Wiener Ernst-Happel-Stadion mit 1:0 gegen Tunesien durch und reist damit mit einem Erfolgserlebnis zur WM in die USA. 

Der Sieg war allerdings alles andere als gewöhnlich. Nach einer Roten Karte für Konrad Laimer musste Österreich bereits vor der Pause mehr als eine Halbzeit in Unterzahl bestreiten. Dennoch zeigte die ÖFB-Auswahl nach dem Seitenwechsel ihre bislang vielleicht stärkste mentale Leistung der Vorbereitung.

Rangnick setzt auf seine vermeintliche WM-Elf

Bereits vor dem Spiel hatte Teamchef Ralf Rangnick angekündigt, jene Mannschaft auf den Platz zu schicken, die auch beim WM-Auftakt gegen Jordanien beginnen könnte. 

Vor 35.100 Zuschauern starteten unter anderem David Alaba, Marcel Sabitzer, Marko Arnautovic, Michael Gregoritsch und Konrad Laimer. Kurz vor Spielbeginn musste Christoph Baumgartner allerdings verletzt passen. Für ihn rückte Gregoritsch kurzfristig in die Startelf.

Tunesien sorgt für Probleme

Die Anfangsphase verlief nicht nach Wunsch der Gastgeber. Österreich hatte zwar mehr Ballbesitz, tat sich gegen die tief stehenden Tunesier jedoch schwer. Gleichzeitig wurden die Nordafrikaner durch schnelle Gegenstöße immer wieder gefährlich. 

Hannibal Mejbri traf bereits in der 12. Minute die Latte, wenig später sorgte Firas Chaouat mehrfach für Unruhe in der österreichischen Defensive. Österreich fand gegen die kompakte Defensive kaum Lösungen und wirkte im letzten Drittel oft zu kompliziert.

Österreich vs. Tunesien: Rote Karte für Laimer

Der große Schock folgte in der 36. Minute. Nach einem missglückten Pressing überspielte Tunesien die österreichische Defensive mit einem langen Ball. Konrad Laimer stoppte den Angriff mit dem Arm und verhinderte damit eine klare Torchance. 

Schiedsrichter Jérémie Pignard zeigte zunächst Gelb, korrigierte seine Entscheidung nach VAR-Studium aber auf Rot. Österreich musste damit mehr als eine Halbzeit in Unterzahl bestreiten. 

Wenig später hatte die ÖFB-Elf Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Ein Freistoß von Ben Slimane landete an der Latte und sprang von Alexander Schlagers Hüfte zurück ins Feld.

Rangnicks Wechsel zeigen Wirkung

Zur Pause reagierte Rangnick und brachte gleich fünf neue Spieler. Unter anderem kamen Saša Kalajdžić, Kevin Danso, Marco Friedl und Carney Chukwuemeka ins Spiel. Die Veränderungen zeigten Wirkung. Österreich präsentierte sich deutlich strukturierter, verteidigte disziplinierter und fand trotz Unterzahl bessere Lösungen im Spiel nach vorne.

Sabitzer sorgt für die Entscheidung

Nach etwas mehr als einer Stunde fiel schließlich der entscheidende Treffer. Chukwuemeka leitete den Angriff ein, Stefan Posch brachte den Ball flach in die Mitte und Marcel Sabitzer verwertete eiskalt zum 1:0. Für den Dortmund-Legionär war es bereits sein 27. Treffer im Nationalteam. 

In der Folge war Österreich sogar näher am zweiten Tor als Tunesien am Ausgleich. Marco Friedl traf die Stange, Posch setzte den Nachschuss an die Latte. Auch defensiv ließ die Rangnick-Elf kaum noch Chancen zu.

Positive Erkenntnisse vor der WM

Nach dem Schlusspfiff zeigte sich Rangnick zufrieden. Vor allem die Leistung nach der Roten Karte habe wichtige Erkenntnisse geliefert. Besonders die jungen Spieler Carney Chukwuemeka und Paul Wanner hätten ihre Aufgaben hervorragend erfüllt. Zudem betonte der Teamchef, dass man einige neue Ansätze gesehen habe, die möglicherweise bereits gegen Jordanien eine Rolle spielen könnten. 

Bevor es für die Mannschaft in Richtung USA geht, stehen nun noch zwei freie Tage auf dem Programm. Danach beginnt für Österreich endgültig das Abenteuer Weltmeisterschaft.

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