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Der offizielle Spielball der Österreichischen Fußball-Bundesliga vor einem Stadionhintergrund symbolisiert die Lizenzvergabe
Die Bundesliga-Lizenzen für die Saison 2026/27 sind vergeben – Rapid Wien und Salzburg sind sicher dabei.
Die Bundesliga-Lizenzen für die Saison 2026/27 sind vergeben – Rapid Wien und Salzburg sind sicher dabei.
Montage weekend.at (GEPA pictures/ Daniel Schoenherr | Fotos1501gpr/Shutterstock)

Lizenz-Hammer: Drakonische Strafe für Hauptstadt-Team

08.04.2026 um 12:07, Marcel Toifl
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Die Bundesliga erteilt die Lizenzen für 2026/27. Rapid und Salzburg erhalten die Freigabe ohne Auflagen, Austria Wien muss finanzielle Daten nachliefern.

Der Senat 5 der Österreichischen Fußball-Bundesliga hat am Mittwoch die Urteile im Lizenzierungsverfahren für die Saison 2026/27 bekannt gegeben. Während Traditionsklubs wie der SK Rapid Wien und Finanzkrösus Red Bull Salzburg die Hürden problemlos und ohne Auflagen nahmen, muss Austria Wien trotz erteilter Lizenz mit finanziellen Nachbesserungen rechnen. Zwangsabsteiger Austria Klagenfurt erhält eine saftige Strafzahlung.

Rapid Wien und Salzburg ohne Fehl und Tadel

Für den SK Rapid Wien gab es bei der Lizenzvergabe keine Überraschungen. Wie in den Vorjahren erhielten die Hütteldorfer die Bundesliga-Lizenz für die kommende Spielzeit ohne jegliche Auflagen. Diese Entscheidung sichert auch den Verbleib von Rapid II in der 2. Liga sowie die mögliche Teilnahme der Rapid-Frauen an der höchsten Spielklasse ab. Ebenso souverän präsentierte sich der FC Red Bull Salzburg, der alle Kriterien des Lizenzierungsverfahrens auf Anhieb erfüllte.

Austria Wien: Lizenz mit Finanz-Auflage

Zwar darf auch der finanziell angeschlagene FK Austria Wien für die kommende Saison planen, doch der Bescheid des Senat 5 enthält eine wichtige Einschränkung. Die Lizenz wurde laut offiziellem Urteil mit der Auflage "aktualisierte geprüfte finanzielle Zukunftsinformationen“ erteilt. Dies unterstreicht, dass die wirtschaftliche Transparenz bei den „Veilchen“ weiterhin oberste Priorität hat. Thomas Hofer-Zeni, Vorsitzender des Senat 5, mahnt in der Aussendung zur Vorsicht: „Wie immer liegt es während der Saison in der Verantwortung der Klubs, ihre eingereichten Budget-Pläne auch einzuhalten und auf etwaige Veränderungen und Ausfälle zu reagieren.“ In einer Aussendung erklärt Wirtschaftsvorstand Harals Zagizcek, dass die "Veilchen" weiterhin auf Einnahmen aus Transfererlösen und Einsparungen innerhalb des Vereins angewiesen sei.

Hartberg als Muster für Kontinuität

Besonders erfreut zeigt man sich in der Steiermark: Der TSV Hartberg erhielt zum achten Mal in Folge die Lizenz in erster Instanz. Erich Korherr, Geschäftsführer und Obmann, ordnet den Erfolg realistisch ein: „Ein positiver Lizenzbescheid ist für uns dennoch keine Selbstverständlichkeit. Mein besonderer Dank gilt unseren Finanzverantwortlichen und allen Beteiligten, die tagtäglich mit großer Leidenschaft und viel Herzblut für den TSV Hartberg arbeiten.“ Mit Blick auf die Zukunft ergänzte Korherr jedoch warnend: „Es steht uns eine der herausforderndsten Saisonen überhaupt bevor.“

Überblick der Entscheidungen und Sanktionen

Insgesamt erhielten 16 Bewerber die Lizenz für die ADMIRAL Bundesliga. Thomas Hofer-Zeni resümiert das Verfahren positiv: „Die Ergebnisse des diesjährigen Lizenz- und Zulassungsverfahrens sind überwiegend positiv. In nur drei Fällen konnte die Lizenz bzw. Zulassung in erster Instanz nicht erteilt werden.“ Dennoch griff der Senat 5 bei Verstößen hart durch: Gegen den SK Austria Klagenfurt wurde eine Geldstrafe in Höhe von 120.000 Euro verhängt. „Als Sanktion für mehrere Verstöße und Fristverzüge während der aktuellen Spielzeit wird gegen SK Austria Klagenfurt eine Geldstrafe in Höhe von 120.000 Euro verhängt“, so die offizielle Begründung der Bundesliga.

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