Sturm wildert bei Konkurrenz: Hartberg-Kapitän wechselt an die Mur
Der SK Sturm Graz hat Nägel mit Köpfen gemacht und den nächsten namhaften Sommer-Transfer für die kommende Saison in der ADMIRAL Bundesliga offiziell unter Dach und Fach gebracht. Wie der Verein am Samstag bekannt gab, wechselt Mittelfeld-Allrounder Jürgen Heil mit sofortiger Wirkung an die Mur. Der erfahrene Profi kommt nach dem Auslaufen seines Arbeitspapiers beim steirischen Ligakonkurrenten TSV Hartberg komplett ablösefrei nach Graz.
Vom Regionalligisten zum Bundesliga-Profi: Heils beeindruckende Statistik
Mit dem 29-jährigen Steirer verliert der TSV Hartberg eine echte Identifikationsfigur und eine lebende Vereinslegende. Jürgen Heil ging mit den Oststeirern den harten Weg von der Regionalliga über die 2. Liga bis ganz nach oben in das österreichische Oberhaus. Insgesamt absolvierte er stolze 321 Pflichtspiele für den TSV, in denen ihm 19 Tore sowie 24 Torvorlagen gelangen. Auch in der abgelaufenen Spielzeit zählte er mit 29 Pflichtspielen, drei Treffern und zwei Assists zu den absoluten Leistungsträgern seines Teams. Lange trug er die Kapitänsbinde der Hartberger.
Führungsstärke für die Kabine: Das sagt Sportchef Michael Parensen
Bei den Verantwortlichen in Graz ist die Freude über die gelungene Verpflichtung groß. Geschäftsführer Sport Michael Parensen hob bei der in der Aussendung vor allem die Vielseitigkeit und den Charakter des Neuzugangs hervor: „Mit Jürgen Heil konnten wir einen erfahrenen Bundesligaspieler mit großer fußballerischer Qualität für uns gewinnen, der sowohl im Mittelfeld als auch auf der rechten Seite flexibel einsetzbar ist. Als Steirer hat er bereits jetzt enormen Bezug zum SK Sturm und als langjähriger Kapitän und Mentalitätsspieler wird er weitere Führungsstärke in unsere Kabine einbringen können.“
Heil über den Wechsel: „Für das Aushängeschild des Landes spielen“
Für den gebürtigen Steirer selbst bedeutet der Wechsel zu den „Blackies“ den nächsten großen Karriereschritt, auch wenn der Abschied aus der gewohnten Umgebung nach so vielen Jahren mit viel Wehmut verbunden ist. Die sportliche Perspektive gab letztlich den Ausschlag: „Die Entscheidung, den TSV Hartberg zu verlassen, fiel mir nicht leicht. Aber wenn man als Steirer die Möglichkeit bekommt, für das fußballerische Aushängeschild des Landes zu spielen, muss man diese Chance ergreifen. Der SK Sturm hat immer große Ambitionen, ich will mit meinen fußballerischen Qualitäten, aber auch mit meiner Einstellung und Mentalität vorangehen und dabei helfen, dass der Klub erfolgreich ist.“