Offiziell: So geht es mit Alaba und Real weiter
Der Abschied von ÖFB-Kapitän David Alaba bei Real Madrid ist offiziell beschlossene Sache. Wie die „Königlichen“ am Freitagabend via Aussendung bestätigen, wird das mit dem Sommer einhergehende Vertragsende am 30. Juni 2026 nicht verlängert. Nach fünf Jahren in der spanischen Metropole trennen sich die Wege des 33-jährigen Wiener Verteidigers und des weißen Balletts.
Großer Tribut im Santiago-Bernabéu-Stadion
Lange Zeit zum Trauern bleibt dem Wiener nicht, denn der Verein bereitet ihm sofort eine große Bühne. In einer offiziellen Pressemitteilung erklärten die Madrilenen in einer Aussendung erklärt Präsident Florentino Perez: „Real Madrid möchte einem Spieler, der Teil einer Mannschaft war, die eine der erfolgreichsten Phasen unserer Geschichte geprägt hat, seinen Dank und seine ganze Zuneigung aussprechen. Das Santiago-Bernabéu-Stadion wird ihm an diesem Samstag gegen Bilbao anlässlich des letzten Ligaspiels unseres Teams einen Tribut zollen.“
Die Partie gegen Athletic Bilbao hat sportlich nur noch statistischen Wert, da der Erzrivale FC Barcelona bereits als Meister feststeht und Real Madrid die Saison als Vizemeister beendet.
Florentino Pérez dankt Alaba für den ikonischen Klappstuhl-Jubel
Real-Präsident Florentino Pérez fand zum Abschied des Wieners, der im Sommer 2021 ablösefrei vom FC Bayern München nach Spanien gewechselt war, hochemotionale Worte des Dankes: „David Alaba trägt die Zuneigung aller Madridistas in seinem Herzen für seinen Einsatz. Sein inzwischen legendärer Klappstuhljubel auf dem Weg zum Sieg in der Königsklasse 2022 ist ein ikonisches Bild, das den Sieg symbolisierte und bereits Teil der Geschichte unseres Vereins ist. Real wird immer sein Zuhause sein.“
Fünf Jahre in Madrid: Erst viel Licht, dann Verletzungsschatten
In der Summe war Alabas Zeit in Spanien von gigantischen Erfolgen gekrönt. Insgesamt holte der zehnfache österreichische Fußballer des Jahres sagenhafte elf Titel mit dem Starensemble, darunter zweimal die Champions League, zwei spanische Meistertitel, zwei Klub-Weltmeisterschaften, zwei europäische Supercups, zweimal den spanischen Supercup sowie einmal die Copa del Rey. Insgesamt stand er in 131 Pflichtspielen auf dem Platz und erzielte dabei fünf Tore.
Allerdings war die jüngere Vergangenheit auch von viel Schatten geprägt. Nach einem schweren Kreuzbandriss im Dezember 2023 fiel der Abwehrchef quälende 15 Monate lang aus. Nach seiner langen Rekonvaleszenz verlor er seinen unangefochtenen Stammplatz und wurde in der laufenden Saison immer wieder von hartnäckigen Wadenproblemen zurückgeworfen, wodurch er lediglich auf 15 Saisoneinsätze kam.
Zukunft nach der Weltmeisterschaft noch völlig offen
Wie es für den ÖFB-Spielführer nach dem Vertragsende im Juni weitergeht, steht aktuell noch in den Sternen. Da er ablösefrei auf den Markt kommt, mangelt es verständlicherweise nicht an hochkarätigen Interessenten. Gerüchten zufolge sollen die italienischen Spitzenklubs Inter Mailand, AC Milan und Juventus Turin die Fühler nach dem Wiener ausgestreckt haben. Auch lukrative Angebote aus Saudi-Arabien sowie ein Wechsel in die US-amerikanische MLS stehen im Raum.
Vorerst gilt Alabas voller Fokus dem Nationalteam: In der kommenden Woche rückt er zur ersten WM-Vorbereitungsphase unter Teamchef Ralf Rangnick in Wien ein, um sich intensiv auf das bevorstehende Großturnier in Nordamerika vorzubereiten.