Nach Kritik: FIS lädt Meissnitzer aus
Inhalt
- Alexandra Meissnitzer: Kritik an der Entwicklung im Weltverband
- Ausladung wenige Stunden später
- Tätigkeit im Präsidialbüro
- Juristische Unterstützung aus Österreich
In der Ski-Welt sorgt ein neuer Eklat für Aufsehen. Ex-Skirennläuferin Alexandra Meissnitzer wurde überraschend vom FIS-Kongress ausgeladen, offenbar nur wenige Stunden nach einem kritischen Interview über die aktuelle Entwicklung im Weltverband.
Der Vorfall verschärft die Spannungen innerhalb der Internationalen Ski- und Snowboard-Föderation (FIS) weiter und sorgt kurz vor einer wichtigen Abstimmung über die künftige Führung des Verbandes für zusätzliche Unruhe.
Alexandra Meissnitzer: Kritik an der Entwicklung im Weltverband
Auslöser der aktuellen Diskussion ist ein Interview, das Meissnitzer den „Salzburger Nachrichten“ gegeben hatte. Darin äußerte sich die ehemalige Weltklasse-Läuferin kritisch über die Stimmung innerhalb der FIS und die zunehmenden Konflikte im Verband. „Seit geraumer Zeit erleben wir nur Differenzen und öffentliche Auseinandersetzungen“, erklärte die Salzburgerin.
Besonders die fehlende Gesprächsbereitschaft innerhalb der Organisation bereite ihr Sorgen. „Wenn nur noch Konfrontation herrscht und der Dialog verloren geht, dann schaut es nicht gut aus. Dann droht wirklich die Spaltung“, warnte Meissnitzer.
Ausladung wenige Stunden später
Wie mehrere Medien berichten, folgte die Reaktion überraschend schnell. Noch in der Nacht nach Veröffentlichung des Interviews soll Meissnitzer darüber informiert worden sein, dass sie nicht am bevorstehenden FIS-Kongress teilnehmen solle. Die ehemalige Rennläuferin bestätigte den Vorgang inzwischen selbst.
„Ich wurde seitens der FIS gebeten, nicht am FIS-Kongress teilzunehmen, und es wurde mir ein Schreiben übermittelt, das derzeit näher geprüft wird“, erklärte sie. Weitere öffentliche Stellungnahmen wolle sie derzeit nicht abgeben.
Tätigkeit im Präsidialbüro
Brisant ist der Fall auch deshalb, weil Meissnitzer erst im vergangenen Jahr von FIS-Präsident Johan Eliasch in dessen Präsidialbüro geholt worden war. Dort arbeitete die ehemalige Skirennläuferin an verschiedenen Spezialprojekten des Weltverbandes. Die aktuelle Ausladung wird daher von vielen Beobachtern als weiteres Zeichen für ein zunehmend angespanntes Verhältnis zwischen Meissnitzer und Eliasch gewertet.
Juristische Unterstützung aus Österreich
Laut Berichten soll Meissnitzer mittlerweile Unterstützung aus dem Umfeld des Österreichischen Skiverbandes erhalten. Demnach werde das übermittelte Schreiben derzeit rechtlich geprüft. Ob daraus weitere Schritte folgen könnten, ist derzeit noch offen. Fest steht allerdings, dass der Vorfall innerhalb der Ski-Szene für erhebliche Diskussionen sorgt.