Ohne Maske in den Wiener Öffis: Die Top 3 Ausreden

Die Kontrolleure der Wiener Linien gehen verstärkt auf Streife. Im Visier: Maskenverweigerer.
Autor: Andrea Schröder, 22.07.2022 um 08:53 Uhr

Das Sicherheits- und Serviceteam hat derzeit jede Menge Arbeit: Die schleißige Einhaltung der Maskenpflicht zwingt die Wiener Linien zum Durchgreifen. Unterstützt werden sie dabei von der Polizei.

5.000 Ansprachen

Ein Schwerpunkt der Aktion: die Ebene zwischen U3 und U6 am Westbahnhof. Vier Mitarbeiterinnen der Wiener Linien und fünf Polizisten müssen sich auch hier keine große Mühe geben, Delinquenten ausfindig zu machen: Pro Woche spricht das Team derzeit 5.000-mal bei ihren Kontrollen Fahrgäste an, weil diese ihre Maske nicht richtig oder gar nicht tragen.

Warum fällt den WienerInnen die Einhaltung der Maskenpflicht plötzlich so schwer? Die Verkehrsbetriebe vermuten, dass der Wegfall in anderen Bereichen eine Rolle spielt. Außerdem seien Touristen darunter, die die Anordnung nicht kennen.

Das sagen die Masken-Muffel

Bei den Ermahnungen, Maske zu tragen,  gibt es drei Top-Ausreden der Missetäter:

  • Ich bin eh geimpft
  • Ich wusste nicht, dass die Maskenpflicht gilt
  • Ich habe keine Lust mehr

Auch oft gehört: Wer sich schützen will, kann ja gern Maske tragen. Aber nicht dazu zwingen? Sehe ich nicht ein.

Die Konsequenzen

Wer ohne Maske in Wiener Öffis angetroffen wird, muss mit bis zu 140 Euro Bußgeld rechnen: 90 Euro für ein Organmandat der Polizei und 50 Euro Pönale für die Wiener Linien. Seit Frühling 2020 rund 1.000 Strafen ausgestellt.