Wolf-Interview: Wallentin ortet ORF-Zensur

Nach dem heftig disktutierten ZIB2-Interview setzt Tassilo Wallentin via Twitter zum Gegenschlag an. Aber er hat die Rechnung ohne Armin Wolf gemacht.
Autor: Stefanie Hermann, 26.09.2022 um 13:27 Uhr

Als Bundespräsidentschaftskandidat hat Tassilo Wallentin kürzlich bei Armin Wolf in der ZIB2 Platz genommen. Dass ein Gespräch mit Österreichs härtestem Anchorman kein Zuckerschlecken ist, hat der politische Quereinsteiger dabei auf die harte Tour lernen müssen. Nach dem Interview gingen die Wogen hoch. Während die einen Wolf für seinen konsequenten Interview-Stil feierten, hagelte es von anderer Seite Kritik für das vermeintliche Kreuzverhör. "ORF 'Interview'", titelt Wallentin etwa über einem Ausschnitt, in dem Wolf ihn auf eine bestimmte Frage versucht festzunageln.

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Twitter-Fehde gegen Wolf

Und noch etwas stößt ihm sauer auf. Der ORF soll wesentliche Passagen gekürzt haben. 26 Sekunden davon, hat Wallentin auf Twitter hochgeladen. Brisant: In der Sequenz geht es ausgerechnet um den ORF.  "Es gehören die Haftungsregeln hier verschärft", ist da zu hören. "Genau so wie ich mir auch wünschen würde, dass viel mehr Compliance in den ORF einzieht. Denn wenn ich mir anschaue, dass der Stiftungsvorstand des ORF Stifungsrates (sic) der ehemalige Wahlkampfmanager von Herrn Van der Bellen ist, der ein gemeinsames Kind mit der Frau Reiterer hat, die die einzige Elefantenrunde mit den Herausforderer führt, dann würde ich mir auch für den ORF Compliance-Vorschriften wünschen. Viel stärkere, glauben Sie mir das."

Wolf schlägt zurück

Wolf will das nicht unwidersprochen stehen lassen und kontert mit Verweis und Link zum vollen Interview. Unter Wallentins Video-Ausschnitt postet er: "Und dann vor der Antwort abschneiden, ja klar." Man darf gespannt sein, ob damit das letzte Wort gefallen ist.