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AMS Arbeitsmarktservice Österreich Gebäude Schild Arbeitslosigkeit steigt Statistik Mai 2026
AMS in Österreich: Die Arbeitslosigkeit steigt weiter – über 378.000 Menschen sind ohne Job gemeldet.
AMS in Österreich: Die Arbeitslosigkeit steigt weiter – über 378.000 Menschen sind ohne Job gemeldet.
KI generiert / dall.e / Stefanie Hermann

378.000 ohne Job: Arbeitslosigkeit steigt weiter an

01.06.2026 um 10:11, Stefanie Hermann
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378.000 arbeitslos: Immer mehr Menschen sind in Österreich ohne Job: Der Arbeitsmarkt bleibt angespannt, eine Trendwende ist nicht in Sicht.

Die Zahl der Arbeitslosen in Österreich ist weiter angestiegen. Ende Mai waren insgesamt 301.676 Personen arbeitslos gemeldet, das sind rund 5.500 mehr als im Vorjahr. Auch die Arbeitslosenquote erhöht sich leicht auf 7,1 Prozent. Zählt man Schulungsteilnehmende hinzu, sind bereits über 378.000 Menschen ohne Job registriert.

Schwache Konjunktur belastet den Arbeitsmarkt

Hinter dem Anstieg der Arbeitslosen steht weiterhin die schwache wirtschaftliche Entwicklung. Zwar zeigt sich bei der Beschäftigung ein leichtes Plus von rund 6.000 Jobs, doch eine nachhaltige Entspannung ist nicht in Sicht.

Auch die Zahl der offenen Stellen sinkt deutlich um 5,4 Prozent auf rund 79.000. Gleichzeitig steigt der Zugang neuer Jobs nur minimal. Der Arbeitsmarkt bleibt angespannt.

Frauen und Ältere besonders betroffen

Auffällig ist die Entwicklung bei den Arbeitslosen nach Gruppen. Während die Arbeitslosigkeit bei Männern leicht zurückgeht, steigt sie bei Frauen deutlich um fünf Prozent.

Besonders betroffen sind ältere Arbeitnehmerinnen: Bei den über 60-Jährigen sind 32 Prozent mehr Frauen arbeitslos als noch vor einem Jahr. Viele kämpfen zusätzlich mit gesundheitlichen Einschränkungen, was den Wiedereinstieg erschwert.

Langzeitarbeitslose nehmen stark zu

Ein zentrales Problem bleibt die steigende Zahl der Langzeitarbeitslosen. Bereits 102.788 Personen sind seit mindestens einem Jahr ohne Job, das entspricht einem Plus von 13 Prozent.

Damit ist mittlerweile mehr als jeder dritte Arbeitslose langfristig betroffen. Diese Entwicklung gilt als besonders kritisch, weil die Chancen auf einen Wiedereinstieg mit der Dauer der Arbeitslosigkeit sinken.

Lehrstellenlücke wächst deutlich

Auch am Lehrstellenmarkt verschärft sich die Situation. Die Zahl der Lehrstellensuchenden steigt um 11,4 Prozent, während gleichzeitig weniger offene Lehrstellen gemeldet sind.

Aktuell ergibt sich eine Lehrstellenlücke von 1.673 Stellen. Das bedeutet: Immer mehr junge Menschen finden keinen Ausbildungsplatz.

Ministerin fordert Umdenken bei Betrieben

Arbeitsministerin Korinna Schumann sieht angesichts der steigenden Arbeitslosen Handlungsbedarf. „Ältere Arbeitssuchende müssen vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Chance auf einen Wiedereinstieg ins Erwerbsleben haben“, betont sie.

Gleichzeitig fordert sie ein Umdenken in der Wirtschaft. Unternehmen sollen verstärkt auf die Erfahrung älterer Arbeitnehmer setzen und Arbeitsplätze altersgerecht gestalten.

Trendwende noch nicht in Sicht

Auch wenn einzelne Regionen bereits leichte Verbesserungen zeigen, bleibt die Gesamtlage angespannt. Die steigende Zahl an Arbeitslosen, die wachsende Langzeitarbeitslosigkeit und die schwache Nachfrage nach Arbeitskräften deuten darauf hin, dass eine schnelle Erholung des Arbeitsmarktes derzeit nicht absehbar ist.

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