Saftige Erhöhung für Österreichs Pensionisten

Die Pensionen steigen 2023 sozial gestaffelt zwischen 5,8 und 10,2 Prozent – letzteres gilt für Ausgleichszulagenbezieher.
Autor: Gert Damberger, 04.10.2022 um 11:36 Uhr

Sozialminister Johannes Rauch (Grüne) und ÖVP-Klubobmann August Wöginger haben heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz die Vereinbarungen über die Pensionsanpassung bekannt gegeben. Konkret werden alle Pensionen um den gesetzlichen Faktor von 5,8 Prozent angehoben. Dazu kommt eine soziale Staffelung über eine steuer- und abgabenfreie Direktzahlung, die im März ausbezahlt wird. Bis zu einer Bruttopension von 2.000 Euro beträgt die Direktzahlung 30 Prozent einer Brutto-Monatszahlung, gedeckelt mit maximal 500 Euro. Bis 2.500 Euro brutto greift eine Ausschleifregelung. Für Pensionen über der Höchstbeitragsgrundlage von 5.670 Euro gibt es einen Pauschalbetrag von 329 Euro. Bezieher einer Ausgleichzulage bekommen zusätzlich zu den 5,8 Prozent und der Direktzahlung auch einen monatlichen Pauschalbetrag von 20 Euro.

Spätere Erhöhungen auf Basis der 5,8 %

Der Ausgleichszulagen-Richtsatz steigt damit von 1.030 auf 1.110 Euro. Die Direktzahlungen sind allerdings nicht systemwirksam. Das bedeutet, dass die nächste Pensionserhöhung für das Jahr 2024 dann nur von der Basis der 5,8 Prozent aus berechnet wird. Nach Angaben der Regierung bedeutet die Pensionsanpassung für die Ausgleichszulagenbezieher bis 1.030 Euro eine Erhöhung um 10,2 Prozent. Bis 1.700 Euro ergibt sich ein Plus von 8,2 Prozent. Danach reduziert sich der Zuwachs. Ab einer Höhe der Pensionen über 2.360 Euro erfolgt dann die gesetzlich vorgesehene Pensionsanpassung von 5,8 Prozent.