Corona: Prominente Front für Lockerungen

Immer mehr Politiker sprechen sich für eine Lockerung der Corona-Maßnahmen aus. Die Landeshauptleute Markus Wallner (ÖVP, Vorarlberg), Günther Platter (ÖVP, Tirol) und Peter Kaiser (SPÖ, Kärnten) bilden eine Front für eine Lockerung der Maßnahme. Gemeinsam fordern sie die Aufhebung der aktuell gültigen Sperrstunde um 22 Uhr. "Die Sperrstunde muss endlich abgeschafft werden", so Platter. Er sei von Anfang an gegen die Regel gewesen. "Sie bewährt sich auch nicht sonderlich, vieles wird ins Private verschoben", bestätigt Wallner, Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz. Der Schaden sei größer als der Nutzen. Man müsse hinterfragen, ob sie "epidemiologisch sinnvoll" sei, nachdem man wisse, dass nach 22.00 Uhr "privat weitergefeiert" werde.

Schaden ist größer als der Nutzen.

Lockdown für Ungeimpfte ist sinnlos

Weiters hinterfragen die Landeshauptleute die Sinnhaftigkeit des Lockdowns für Ungeimpfte.  Mit der Entlastung der Intensivstationen gehe die rechtliche Grundlage dafür verloren. Bei der nächsten Gecko-Sitzung müsse das Beratungsgremium eine entsprechende Empfehlung abgeben. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) lehnt Lockerungen weiterhin ab. Er betont aber, dass die Maßnahmen nur so lange aufrecht bleiben sollen, "so lange es epidemiologisch notwendig ist".

Laute Stimmen für Lockerungen

Aus Wirtschaft und Opposition werden die Rufe nach einem Ende des Lockdowns für Ungeimpfte lauter. Neben der FPÖ fordern auch die NEOS ein Ende des Lockdowns für Ungeimpfte. Auch Teile der SPÖ melden Zweifel an einer Fortführung der Maßnahmen an. Zuletzt in diese Richtung geäußert haben sich der stellvertretende Klubchef Jörg Leichtfried und der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. Auch das Ende der Sperrstunde mit 22 Uhr wird von der Opposition immer vehementer gefordert.  In der Wirtschaft drängt unterdess der Handel auf ein Ende der 2G-Kontrollen in den Geschäften.

Autor: Stefanie Hermann, 26.01.2022