Armin Wolf maßregelt Bundeskanzler

Karl Nehammer liefert sich auf Twitter einen Schlagabtausch mit Christian Deutsch und Armin Wolf.
Autor: Stefanie Hermann, 10.02.2022 um 07:48 Uhr

Die ÖVP schafft es aktuell nicht aus den Schlagzeilen. Unrühmliche Chatnachrichten, Korruptions-U-Ausschuss, wackelige Impfpflicht: ein gefundenes Fressen für die Opposition. Dass Bundeskanzler Karl Nehammer aktuell mit seiner Familie auf Skiurlaub in Osttirol weilt, erhitzt die Gemüter der politischen Gegner.

Oppostion schießt gegen Kanzler

Dass die Opposition jede vermeintliche Schwachstelle für Neuwahlrufe zu nützen versucht, ist kein Novum. So etwa Christian Deutsch, Geschäftsführer der SPÖ via Twitter: "Die ÖVP versinkt im Sumpf aus Korruption, Postenschacher und Machtmissbrauch, sie diffamiert die SPÖ und ihre Wähler*innen. Nehammer begeht beim Schiurlaub in den Tiroler Bergen Verantwortungsflucht, taucht unter und schweigt! Neuwahlen sind unausweichlich!"

Nehammer twittert zurück

Neu ist, dass sich der Bundeskanzler auf solche Scharmützel einlässt. Nehammers Replik folgt per Tweet: "Lieber Herr Parteisekretär! Ihren polemischen und untergriffigen Tweet beantworte ich als Familienvater: Ich werde auch weiterhin einige wenige Tage im Jahr mit meiner Familie verbringen, so wie viele andere Menschen im Land auch – meine politische Arbeit leidet darunter nicht."

Wolf kommentiert

Solche Anwürfe nicht unkommentiert stehen zu lassen, ist für einen amtierenden Kanzler doch einigermaßen unüblich. Das befindet auch ZIB2-Anchorman Armin Wolf - via Twitter versteht sich: "Dass ein Bundeskanzler persönlich einem Parteisekretär auf eine Polemik via Twitter antwortet, ist, glaube ich, eine Premiere. Üblicherweise hat man für diese Ebene von „politischem Diskurs“ ein eig. Parteisekretariat."

Nehammers letztes Wort

Und auch das lässt Nehammer nicht wortlos auf sich sitzen: "Ich habe hier weder als Bundeskanzler, noch als Parteiobmann geantwortet, sondern als Familienvater. Das über die Partei zu machen, erschien mir in diesem Zusammenhang als nicht authentisch." Ob damit wirklich das letzte Wort gesprochen bzw. getwittert ist, bleibt abzuwarten.