Mückstein: "Kann nichts garantieren"

In den vergangenen Tagen sind bereits zahlreiche Details zur Impfpflicht durchgesickert. Ende der Woche soll der Gesetzesentwurf dazu offiziell präsentiert werden. Zu genau diesem Thema und dem aktuellen Lockdown war Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) bei Armin Wolf in die ZIB2 geladen. Allein: Viel zu entlocken war dem Minister nicht. Egal wie gezielt die Frage, es hagelte Stehplätze. Trotz mehrfacher, direkter Nachfrage des Moderators. Über zehn Minuten Interview hinweg fiel einzig eine Botschaft immer wieder wieder:

Es ist sicher, dass wir einen sehr breiten Prozess gestartet haben.

Details zur Impflpflicht

Unter  konsequentem Verweis auf laufende Gespräche  und "einen breiten Prozess" blieb Mückstein die meisten Antworten schuldig. Weder dazu, dass es Ausnahmen für Schwangere und unter 14-Jährige geben sollte, noch dazu weshalb diese kommen sollten, wollte sich Mückstein äußern. Auch, ob ab Februar Impflicht, 3- oder 2G am Arbeitsplatz gelte solle, ließ sich dem Minister nicht entlocken. Einzig so viel: Eine Beugehaft für Impfverweigerer sei nicht geplant.

Lockdown ohne Limit?

Wolf, der sichtlich um Fassung gerungen hat, blieb hartnäckig.

Wenn Sie mir auf jede meiner Frage mit derselben Antwort  "wir diskutieren noch" beantworten, weiß ich nicht, wie sinnvoll meine weiteren Fragen sind.

Auch zum Lockdown hielt sich der Minister weitgehend bedeckt. Sicher sei, dass der Lockdown für Ungeimpfte über den 11. Dezemer hinaus fortgeführt würde. Wie die Öffnungsschritte für Geimpfte aussehen würden, konnte bzw. wollte Mückstein nicht beantworten ("Auf jeden Fall gibt's Gespräche"). Könne er denn wenigstens einen neuerlichen Lockdown nach Weihnachten ausschließen, wollte Wolf wissen:

In einer Pandemie werde ich gar nichts garantieren.

Viele Fragen, keine Antwort

Warum Mückstein überhaupt eine Zusage zum Interview gab, wissen wohl nur der Minister und seine Berater.

Es war wohl nicht nur Mücksteins, sondern generell eines der kuriosesten TV-Interviews seit langem. Mit seiner Gesprächstaktik hat der Politiker nicht nur Wolf an den Rand der Verzweiflung gebracht.

Nunu Kaller: "ACHT FRAGEN - Gleiche Nichtantwort!!!"

Und so mancher fühlt sich an den Senior-Koaltionspartner erinnert. Andreas Cervinka: "Gerade zib2 nachgeschaut. Durch Twitter wurde ich ja schon vorgewarnt, aber dass das Ganze Interview dermaßen Cringe wird, dachte ich mir nun wirklich nicht. Als wäre diesmal der Mückstein- Roboter kaputt geworden, ich dachte das passiert nur bei den ÖVP Modellen."

Autor: Stefanie Hermann, 07.12.2021