Österreich boykottiert Eröffnungsfeier der Paralympics 2026
- Österreich bleibt Eröffnungsfeier der Paralympics fern
- Zeichen der Solidarität mit der Ukraine
- Russland und Belarus wieder bei Paralympics zugelassen
- Mehrere Nationen boykottieren die Opening Ceremony
- Österreichische Fahne trotzdem im Stadion
- Österreich konzentriert sich auf die Wettkämpfe
Die Paralympischen Winterspiele 2026 stehen bereits vor dem offiziellen Start im Mittelpunkt politischer Diskussionen. Das Österreichische Paralympische Committee (ÖPC) hat entschieden, die Eröffnungsfeier der Spiele in Verona zu boykottieren. Hintergrund ist die Teilnahme von Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus, die nach einer Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees wieder unter ihrer nationalen Flagge starten dürfen.
Österreich bleibt Eröffnungsfeier der Paralympics fern
Die Paralympischen Winterspiele 2026 beginnen am 6. März in Italien. Bei der offiziellen Opening Ceremony in der Arena di Verona wird Österreich jedoch nicht vertreten sein.
Das Österreichische Paralympische Committee hat kurzfristig beschlossen, keine Athleten und keine Teammitglieder zur Eröffnungsfeier zu schicken. Damit schließt sich Österreich mehreren Nationen an, die ebenfalls fernbleiben.
Die Entscheidung ist nur einen Tag vor dem Start der Spiele gefallen.
Österreich: Zeichen der Solidarität mit der Ukraine
ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat begründet den Schritt mit der politischen Situation rund um die Teilnahme Russlands an den Spielen.
„Wir hoffen sehr, damit ein sichtbares Zeichen für die Ukraine zu setzen“, erklärt Rauch-Kallat. Österreich habe bei der Generalversammlung des Internationalen Paralympischen Komitees gegen die Wiederaufnahme der russischen und belarussischen Paralympics-Komitees gestimmt.
„Nach mehreren Diskussionen hat sich gezeigt, dass ein Boykott der Eröffnungsfeier in diesem Fall ein deutliches Signal für die Solidarität mit der Ukraine sein kann.“
Russland und Belarus wieder bei Paralympics zugelassen
Auslöser der Kontroverse rund um Österreichs Boykott-Entschluss der Eröffnungszeremonie der Paralympischen Winterspielen 2026 ist eine Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees aus dem Herbst 2025.
Damals wurde beschlossen, die zuvor suspendierten nationalen Komitees von Russland und Belarus wieder als Vollmitglieder aufzunehmen. Damit dürfen Athletinnen und Athleten beider Länder wieder unter nationaler Flagge und mit Hymne antreten.
Bei den Spielen starten insgesamt sechs russische und vier belarussische Athleten. Die Entscheidung hat nicht nur in Österreich, sondern auch in anderen europäischen Ländern teils heftige Kritik ausgelöst.
Mehrere Nationen boykottieren die Opening Ceremony
Österreich ist nicht das einzige Land, das der Eröffnungsfeier der Paralympics fernbleibt. Mehrere Nationen haben ebenfalls angekündigt, keine Delegation zur Zeremonie nach Verona zu schicken.
- Ukraine
- Deutschland
- Polen
- Finnland
- Tschechien
- Estland
- Lettland
- Litauen
- Niederlande
Insgesamt bleiben rund 14 Nationen der Eröffnung der Paralympischen Winterspiele fern. Einige Delegationen begründen ihre Entscheidung neben politischen Gründen auch mit logistischen Herausforderungen rund um die Wettkampforte.
Österreichische Fahne trotzdem im Stadion
Ganz unsichtbar bleibt Österreich bei der Eröffnung dennoch nicht. Ein Volunteer wird die österreichische Fahne in die Arena di Verona tragen.
Außerdem wird ein bereits aufgezeichnetes Video der österreichischen Fahnenträger während der Zeremonie gezeigt. Dabei handelt es sich um die beiden Para-Skifahrer Veronika Aigner und Markus Salcher.
Die Eröffnungsfeier der Paralympischen Winterspiele wird ab 19:55 Uhr live auf ORF Sport Plus übertragen.
Österreich konzentriert sich auf die Wettkämpfe
Ursprünglich war geplant, dass Para-Skifahrer Michael Scharnagl und Para-Snowboarder Markus Schmidhofer gemeinsam mit zwei Betreuern an der Eröffnungsfeier teilnehmen.
Nach Gesprächen innerhalb des Teams habe sich jedoch gezeigt, dass die Athletinnen und Athleten die Entscheidung des ÖPC solidarisch mittragen.
Der sportliche Fokus bleibt damit auf den Bewerben der Paralympischen Winterspiele 2026 Österreich, die bis 15. März in Mailand, Cortina d’Ampezzo und Tesero stattfinden.
FAQ: Österreich und die Paralympischen Winterspiele 2026
Warum boykottiert Österreich die Eröffnungsfeier?
Österreich boykottiert die Eröffnungsfeier der Paralympischen Winterspiele 2026 als Zeichen der Solidarität mit der Ukraine.
Nimmt Österreich trotzdem an den Paralympics teil?
Ja. Die österreichischen Athletinnen und Athleten nehmen regulär an den Wettkämpfen der Paralympischen Winterspiele teil.
Wann beginnen die Paralympischen Winterspiele 2026?
Die Paralympischen Winterspiele 2026 beginnen am 6. März und dauern bis 15. März.