Kein Rückhalt: Kurz feiert Geheimparty mit Ho

Anstatt den Erfolg seines Nachfolgers zu zelebrieren, feiert Kurz lieber mit Skandalwirt Martin Ho und Weggefährtin Elisabeth Köstinger.
Autor: Stefanie Hermann, 16.05.2022 um 08:47 Uhr

Seit Samstag ist Sebastian Kurz nun endgültig Geschichte. Nachfolger Karl Nehammer (ÖVP) hat sich mit einem fulminanten Wahlergebnis zum neuen Chef der Partei küren lassen. Grund zum Feiern für die schwarze Spitze. Als Ort der opulenten Feierlichkeiten hat man sich für den O-Club unter der Wiener Staatsoper entschieden. Die Stimmung dürfte gut gewesen sein, gefeiert wurde laut Nehammers Sprecher bis in die frühen Morgenstunden. Nur einen Wermutstropfen hat es gegeben.

Feier ohne Vorgänger

Zwei prominente Gesichter fehlten in der Menge der Feiernden. Wie die Tageszeitung "Heute" berichtet, war Kurz vom kühlen Empfang seiner Kollegen alles andere als amused. Zu knapp sein Interview mit Polit-Ziehvater Wolfgang Schüssel, zu frostig die Reaktion der Parteifamilie. Kein Wunder, dass der Altkanzler dann doch lieber mit Weggefährtin Elisabeth Köstinger feierte. Die ehemalige Landwirtschafts- und Tourismusminister in spe hatte erst vergangene Woche ihren Rücktritt bekanntgegeben - freudestrahlend. Das ex-türkise Gespann schlug sich im geheimen Club X die Nacht um die Ohren. Rein kommt dort nur, wer einen Schlüssel hat - oder  Verbindungen. Dem Vernehmen nach haben Kurz und Köstinger die Nacht gemeinsam mit Inhaber und Szene-Wirt Martin Ho verbracht. Aufnahmen gibt es keine: Fotografieren ist im exklusiven Club streng verboten.

Razzien, Drogenpartys und parlamentarische Anfragen

Bereits in der Vergangenheit sorgte Kurz Bekanntschaft mit dem Inhaber der Dots-Gruppe für Schlagzeilen. Während der Pandemie stand Kurz unter Verdacht, vertrauliche Informationen bezüglich geplanter Lockdowns an Ho weitergegeben zu haben. Auch unabhängig vom Ex-Kanzler ist der Unternehmer immer wieder in den Schlagzeilen. Eine Razzia sprengte 2020 eine kolportierte "Drogenparty" in einem seiner Lokale. Ho hat von der Feier laut eigenen Angaben nicht gewusst. Der Einsatz brachte Kurz eine parlamentarische Anfrage ein.