Paukenschlag: SPÖ-Politikerin Kathrin Gaal tritt zurück
- Kathrin Gaál tritt zurück
- Nachfolge von Kathrin Gaal: Elke Hanel-Torsch
- Barbara Novak steigt zur Vizebürgermeisterin auf
- Einstimmige Zustimmung der Parteigremien
- Kathrin Gaál: Bilanz in Frauen- und Wohnpolitik
In Wien kommt es zu einer überraschenden Personaländerung in der Stadtregierung. Die bisherige Wohn- und Frauenstadträtin sowie Vizebürgermeisterin Kathrin Gaál (SPÖ) zieht sich aus der aktiven Politik zurück.
Kathrin Gaal tritt zurück
Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) bestätigt die Entscheidung am Montagnachmittag nach Sitzungen der Parteigremien. Gaal wolle sich beruflich verändern, heißt es. Ludwig spricht von einem „harten Schlag“ und bedankt sich für ihren langjährigen Einsatz.
Nachfolge von Kathrin Gaál: Elke Hanel-Torsch
Nachfolgerin von Kathrin Gaál wird Elke Hanel-Torsch, Juristin und Vorsitzende der Mietervereinigung Wien. Sie gilt als erfahrene Expertin im Mietrecht und sitzt seit 2024 für die SPÖ im Nationalrat. Hanel-Torsch war zwei Jahrzehnte in der Mietervereinigung tätig und übernahm dort vor zehn Jahren den Vorsitz. Ihre politische Laufbahn begann sie in Margareten, wo sie Bezirksrätin war.
Barbara Novak steigt zur Vizebürgermeisterin auf
Das Amt der Vizebürgermeisterin übernimmt künftig Finanzstadträtin Barbara Novak (SPÖ). Ludwig hebt ihre Rolle in der Budgetpolitik hervor: „Novak hat große Aufgaben in der Budgetverantwortung.“ Sie soll durch die zusätzliche Funktion politisch mehr Gewicht erhalten. Novak ist seit 2025 für Finanzen und Wirtschaft zuständig und derzeit mit der Stabilisierung des Wiener Budgets beschäftigt.
Einstimmige Zustimmung der Parteigremien
Die Rochade wurde laut Ludwig einstimmig von den Wiener Parteigremien beschlossen. Gaal bleibt bis Ende März im Amt, um einen geordneten Übergang zu sichern. Im Nationalrat folgt Christoph Matznetter auf Hanel-Torsch, dessen Bundesratsmandat wiederum Wolfgang Markytan übernimmt.
Kathrin Gaal: Bilanz in Frauen- und Wohnpolitik
Kathrin Gaal prägte seit 2018 die Wiener Wohn- und Frauenpolitik. Sie initiierte den Bau eines fünften Frauenhauses und setzte neue Impulse in der Verbindung von Wohnen und Klimaschutz. Ein zentrales Anliegen sei es gewesen, „dass Wohnen für alle Personen in allen Teilen der Stadt möglich ist“, betont Ludwig. Ihr Rückzug gilt parteiintern als markanter Einschnitt – vor allem, weil das Wohnbauressort als Herzstück sozialdemokratischer Stadtpolitik gilt.