Vorbild Italien? 3 G im Büro, Impfrate explodiert

Wer keinen Nachweis hat (getestet, geimpft, genesen), bekommt in Italien bald keinen Lohn mehr.
Autor: Andrea Schröder, 21.09.2021 um 17:43 Uhr

Schon wieder leere Büros? Das drohte jetzt in Italien - dachte man jedenfalls: Dort werden Arbeitnehmer ab 15. Oktober ohne 3 G Zertifikat freigestellt, sie dürfen nicht zur Arbeit kommen und die Bezahlung wird eingestellt. Doch diese drastische Maßnahme zeigt Wirkung. Die Zahl der Impfungen nahm seit der Ankündigung vor wenigen Tagen bereits um 35 Prozent zu.

Nur mit Nachweis ins Büro

Kein Wunder also, dass man auch hierzulande über 3 G am Arbeitsplatz nachdenkt. In den Ministerien will man das jedenfalls nicht dementieren. Bedeuten würde eine entsprechende Verordnung, dass jeder Arbeitnehmer entweder geimpft bzw. genesen sein müsste - oder stets einen negativen Coronatest vorzeigen kann.

Spritzen und ein Fläschchen mit Impfstoff auf sterilem grünen Tuch

Für die gesetzlichen Rahmenbedingungen wären entweder Arbeitsminister Kocher (ÖVP) oder Gesundheitsminister Mucksten (Grüne) zuständig. Es heißt, die Regierung prüfe bereits, wer mit der Umsetzung betraut wird und würde auch schon mit den Sozialpartnern Gespräche führen. 

Der Druck wird stärker

Eine 3 G-Pflicht am Arbeitsplatz wäre jedenfalls eine weitere "Daumenschraube", um den Druck auf die Ungeimpften zu erhöhen. Der Widerstreit zwischen den diskutierten Maßnahmen und den Beteuerungen der Regierung, das Land nicht spalten zu wollen, wird immer größer. Minister Mückstein noch am 8. September: