Inflation frisst Sparguthaben rasant auf

Das auf Sparbüchen und Gehaltskonten geparkte Geld schmilzt derzeit so schnell dahin wie nie, sagt eine aktuelle Analyse der Agenda Austria.
Autor: Gert Damberger, 24.05.2022 um 10:18 Uhr

Das Niedrigzinsumfeld gepaart mit der hohen Inflation ist Gift für die Österreicher, die noch immer Milliarden auf ihren Sparbüchern bunkern. Der Realzins, also der Zins am Sparbuch abzüglich der Inflationsrate, ist derzeit so negativ wie schon lange nicht mehr, wie eine aktuelle Berechnung der Denkfabrik „Agenda Austria“ zeigt. Im März 2022 lag der Realzins bei sage und schreibe minus 6,7 Prozent. 

realzins | Credit: Agenda Austria

Rund 202,1 Mrd. auf Tagesgeldkonten

Bleibt das so, verlieren die Bürger dieses Landes auf den diversen Sparkonten (wo derzeit 92,8 Milliarden Euro geparkt sind) 6,2 Milliarden Euro im Jahr. Auf den täglich fälligen Konten (derzeit 202,1 Mrd. Euro Einlagen) belaufen sich die Verluste auf 13,6 Milliarden Euro im Jahr. „Spätestens jetzt sollte man sich hierzulande endlich bewusst werden, dass das Sparbuch Verlust bedeutet. Langfristig ist es sinnvoll, sein Vermögen am Kapitalmarkt anzulegen“, sagt Agenda-Austria-Ökonomin Heike Lehner.