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Inflation in Österreich steigt 2026 mit höheren Preisen für Energie und Konsumgüter
Inflation in Österreich steigt: Energie, Einkäufe und Alltag werden spürbar teurer.
Inflation in Österreich steigt: Energie, Einkäufe und Alltag werden spürbar teurer.
KI-generiert / dall.e / Stefanie Hermann

Inflation steigt weiter: Energiepreise treiben Teuerung in Österreich auf 3,3 Prozent

30.04.2026 um 11:24, Stefanie Hermann
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Die Inflation steigt im April auf 3,3 %. Energiepreise und Sprit treiben die Teuerung, staatliche Maßnahmen dämpfen den Anstieg leicht.

Die Inflation in Österreich bleibt im April 2026 auf erhöhtem Niveau. Laut Schnellschätzung der Statistik Austria liegt die Teuerungsrate bei 3,3 Prozent und steigt damit leicht gegenüber März mit 3,2 Prozent. Auch im Monatsvergleich zieht das Preisniveau weiter an und erhöht sich um 0,3 Prozent.

Inflation in Österreich im April

Die Inflation bleibt damit weiterhin stabil über der Drei-Prozent-Marke. Der anhaltende Preisdruck zeigt sich in mehreren Bereichen und wird vor allem durch externe Faktoren wie die angespannte geopolitische Lage beeinflusst.

Energiepreise als zentraler Treiber der Inflation

Ein wesentlicher Grund für die anhaltend hohe Inflation sind die deutlich gestiegenen Energiepreise. Diese lagen im April um 10,7 Prozent über dem Vorjahresniveau und haben sich damit nochmals deutlich beschleunigt. Im März lag der Anstieg noch bei 6,2 Prozent. „Dabei beeinflusst die geopolitische Lage die Teuerung weiterhin merklich. Das zeigt sich vor allem bei Treibstoffen und Heizöl“, erklärt Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk.

Spritpreisbremse dämpft Inflation spürbar

Gleichzeitig zeigt sich, dass staatliche Maßnahmen Wirkung entfalten. „Preisdämpfend wirkte die im April 2026 eingeführte Spritpreisbremse“, so Lenk. Die eingeführte Maßnahme hat die Preise für Benzin und Diesel um bis zu zehn Cent pro Liter gesenkt. Dadurch fällt die Inflation laut Statistik Austria um bis zu 0,2 Prozentpunkte niedriger aus.

Dienstleistungen verlieren etwas an Dynamik

Dienstleistungen bleiben zwar der wichtigste Treiber der Inflation, entwickeln sich im April aber schwächer als im Vormonat. Die Preise sind um 3,9 Prozent gestiegen, nachdem sie im März noch um 4,5 Prozent zugelegt haben. „Der im Vergleich zum Vorjahr um zwei Wochen frühere Ostertermin wirkte in ähnlichem Ausmaß preisdämpfend auf Pauschalreisen“, erklärt Lenk.

Lebensmittelpreise ziehen wieder stärker an

Auch bei Lebensmitteln, Tabak und Alkohol zeigt sich ein moderater, aber spürbarer Preisanstieg. Die Preise haben sich im April um 2,7 Prozent, und damit stärker als im März mit 2,4 Prozent, erhöht. Industriegüter bleiben hingegen vergleichsweise stabil und verteuerten sich im Schnitt nur um 0,7 Prozent.

Kerninflation bleibt unter Gesamtinflation

Die sogenannte Kerninflation, also ohne Energie und Lebensmittel, liegt im April bei 2,7 Prozent. Sie bleibt damit unter der Gesamtinflation und zeigt, dass vor allem volatile Preise wie Energie den aktuellen Preisdruck bestimmen.

Inflation steigt auch europaweit

Der Trend steigender Inflation ist nicht nur in Österreich zu beobachten. Auch in anderen großen europäischen Volkswirtschaften ziehen die Preise zuletzt an. In Deutschland liegt die Inflation bei 2,9 Prozent, in Frankreich bei 2,5 Prozent. Damit zeigt sich ein breiter europäischer Trend steigender Teuerung. Österreich liegt aber weiterhin deutlich über dem Niveau großer Euro-Länder.

Schnellschätzung gibt erste Richtung vor

Die aktuellen Zahlen basieren auf einer Schnellschätzung, die rund 80 bis 90 Prozent der Preisdaten berücksichtigt. Die endgültigen Werte für April werden Mitte Mai veröffentlicht. Die endgültigen Daten können noch leicht abweichen, bestätigen erfahrungsgemäß aber den klaren Trend steigender Inflation.

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