Verkehrsstrafen steigen: So teuer wird Rasen in Österreich ab 2027
- Verkehrsstrafen werden erhöht
- Deutlich höhere Strafen für Raser
- Einheitliche Verkehrsstrafen in Österreich
- Steigende Unfallzahlen als Auslöser
- Mehr Einnahmen und Abschreckung
Die Bundesregierung plant eine Reform der Verkehrsstrafen in Österreich. Mit einer Novelle der Straßenverkehrsordnung sollen die Strafhöhen bundesweit vereinheitlicht und teilweise deutlich erhöht werden. Die neuen Regelungen sollen ab 2027 gelten.
Derzeit unterscheiden sich die Strafbeträge je nach Bundesland. Künftig soll ein einheitlicher Rahmen für mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit sorgen.
Deutlich höhere Strafen für Raser
Vor allem bei schweren Tempoverstößen werden die Verkehrsstrafen angehoben. Wer mehr als 30 km/h zu schnell fährt, soll künftig mit 200 bis 5.000 Euro rechnen müssen, statt bisher 150 bis 5.000 Euro.
Bei besonders gravierenden Überschreitungen steigen die Strafen noch stärker: Wer im Ortsgebiet mehr als 40 km/h oder außerhalb mehr als 50 km/h zu schnell fährt, muss künftig 400 bis 6.000 Euro bezahlen.
„Sich nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten, wird leider nach wie vor als Kavaliersdelikt gesehen. Damit muss endlich Schluss sein“, stellt Mobilitätsminister Peter Hanke (SPÖ) klar.
Einheitliche Verkehrsstrafen in Österreich
Neben den höheren Strafen plant die Regierung auch eine Vereinheitlichung der Anonymverfügungen. Bisher gibt es je nach Bundesland unterschiedliche Strafhöhen für vergleichbare Delikte.
Künftig sollen diese Unterschiede beseitigt werden. Die Anpassung erfolgt in vielen Fällen auf das jeweils höchste bestehende Niveau. Betroffen sind neben Autofahrern auch andere Verkehrsteilnehmer, etwa Radfahrer.
Steigende Unfallzahlen als Auslöser
Hintergrund der Reform sind gestiegene Unfallzahlen. Laut Statistik ist überhöhte Geschwindigkeit bei mehr als 16 Prozent aller Verkehrsunfälle mit Verletzten die Ursache. Bei rund einem Drittel der tödlichen Unfälle spielt Tempo eine entscheidende Rolle. „Die aktuellen Unfallzahlen zeigen klar, dass weiterer Handlungsbedarf besteht“, so Hanke.
Mehr Einnahmen und Abschreckung
Die Regierung setzt mit der Reform auf eine stärkere präventive Wirkung. Einheitliche und strengere Verkehrsstrafen sollen dazu beitragen, gefährliches Verhalten einzudämmen und schwere Unfälle zu verhindern. Zudem sollen die erhöhten Bußgelder zusätzliches Geld in die Staatskasse spülen. Der Bund rechnet mit Mehreinnahmen von rund 80 Millionen Euro.