Wale vor Kroatien: Wo man die seltenen Riesen jetzt sehen kann
- Wale vor Kroatien gesichtet
- Finnwale zählen zu den größten der Welt
- Warum tauchen Wale plötzlich in Kroatien auf?
- Seltene Gäste: Wale in der Adria
- Strenger Schutz: Begegnungen mit Walen
Vor der Küste Kroatiens sorgt eine außergewöhnliche Entdeckung für Aufsehen: Gleich zwei Wale vor Kroatien sind im Bereich des Šibenik-Archipels gesichtet worden. Laut Berichten handelt es sich dabei um Finnwale – die zweitgrößten Tiere der Erde.
Wale vor Kroatien gesichtet
Die Meeressäuger sind nahe der Insel Blitvenica südwestlich von Žirje aufgetaucht. Die Deutsche Stiftung Meeresschutz hat die Sichtung bestätigt. Beobachtungen dieser Wale in der Adria gelten als seltene Ausnahme.
Finnwale zählen zu den größten der Welt
Finnwale gehören zu den beeindruckendsten Lebewesen unseres Planeten. Ausgewachsene Tiere erreichen eine Länge von bis zu 24 Metern und bringen rund 70 Tonnen auf die Waage.
Damit sind sie nur vom Blauwal übertroffen. Gleichzeitig gelten sie als die schnellsten Großwale und erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h.
Die Tiere können zudem ein Alter von bis zu 100 Jahren erreichen und kommen grundsätzlich in allen Weltmeeren vor – allerdings nur selten in der Adria.
Warum tauchen Wale plötzlich in Kroatien auf?
Dass Wale vor Kroatien gesichtet werden, hängt eng mit dem Nahrungsangebot zusammen.
Vor allem im Frühjahr und Sommer ziehen Planktonblüten und große Krillvorkommen die Tiere an. Diese Nahrungsquellen befinden sich vor allem in tieferen, offenen Meeresbereichen.
Weil sich die Wale meist weit draußen aufhalten, sind Sichtungen nahe der Küste besonders selten.
Seltene Gäste: Wale in der Adria
Auch wenn Finnwale im Mittelmeer grundsätzlich vorkommen, sind sie in der Adria nur gelegentlich zu Gast. Meist handelt es sich um saisonale Aufenthalte.
Bereits im Sommer des Vorjahres wurden vereinzelt Wale vor Kroatien gesichtet, etwa vor Dubrovnik, bei Pula oder in der Kvarner-Bucht. Solche Begegnungen bleiben jedoch außergewöhnlich und sorgen regelmäßig für großes Interesse.
Strenger Schutz: Begegnungen mit Walen
Finnwale gelten weiterhin als bedrohte Art. Im gesamten Mittelmeer gibt es laut Schätzungen weniger als 2.500 erwachsene Tiere.
Deshalb stehen sie unter strengem Schutz. Für Bootsfahrer gelten klare Regeln:
- mindestens 100 Meter Abstand halten
- Geschwindigkeit reduzieren
- Tiere nicht verfolgen